tem, überliess der Freie Lütold der jüngere von Regensberg 1289 der Abtei Zürich; der ist seit 1298 Ritter, vereh. mit Ita, TochterUlrich Kriegs, tot 13 21 IV. 30.; seine Tochter Mechtild heiratete den Konrad Schwend. Das Geschlecht endete offenbar in Zürichmit den Schwestern Elsbeth, Margreth, 1325 Muhmen Konrad Stagels, und Schwester Kathrina, für die Herr Ulrich B. (wohl derjüngere Chorherr) 1325/26 Leibdinge und Jahrzeiten im Kloster Oetenbach gestiftet hat; Margretha siegelt als Priorin am Oeten-5 bach 1346— 135G Anna B. war ebenfalls Priorin daselbst noch 1361. Die Zugehörigkeit eines R. Bokli im Steuerbuch 1376 ist frag-lich. - Die Luzernerlinie wurde durch Heinrich B. (1268-1300) um 1285 gegründet und bestand bis 1439. Von Heinrichs seit 1297genanntem und 1325 seligen Sohne Wernher stammt Ritter Johans, Bürgerund 1330 Ammann zuLuzern (Her Arch XXXIX 153),um 134° Vogt zu Rothenburg, 1358 Ammann und 1364-1368 Vogt zu Zug, 1371 Pfleger zu Meienberg, 1372 Meier zu Emmen;sein Tochtermann ist 1370 der Edelknecht Walther von Tottikon; 1368 IX. 2. Oheim und Vogt der Elisabeth, Margareth und10 Katherin von Kam, alle drei Schwestern und Töchter des seligen Hartmanns von Kam, f c. 1382. «(Wappen: in rot ein schreitenderweisser Steinbock (Taf. XXVIII), im Wb Leu 119, n als ,,(von) Glarus" bezeichnet, daselbst Kl. wachsender roter Steinbock, Hdrot-weiss. Edlibach Wb gibt als ,,von Matzinen" (?) und ,,B6ckly" in weiss einen schwarzen schreitenden rotgezungten Steinbock, alsKl. denselben wachsend, Hd. weiss-schwarz. Weder Tschudi noch Stumpf erwähnen das Wappen. Noch verschiedene Geschlechterausser den von Glarus führten in und um Zürich einen Steinbock: die Bumbeler (1240-1332), Farben unbekannt, ZürchSA IV 72;15 Stagel, gelber Steinbock (nach Edlibach mit weissem Haupt) in schwarz, im Deutschen Haus steigender weisser Steinbock in blau;die von Ürzlikon (s. unten). 1263 I. 18. kommen Bockli, von Ürzlingen und von Glarus neben einander vor. «( Siegel: ZürchSAIII 61 (Bock links gewendet), 68, IV 41, VI 89 (in der Umschrift: D- ZVRCH (?), d. i. „von Zürich"); MAGZ XXIX Heft 1,Taf. I 4, Heft 2 Taf. III 25 ; des Ritters Johans zu Zürich, nicht abgebildet: UB Zürich IV 2780/81 ; der Priorin Margaretha Siegel1346-1350, StAZür., Oetenbach, trägt keinen Schild; Vollwappen Johans B.'s 1364-13, steigender Bock, Kl. Bockskopf (abgeb.20 bei Merz Die Urkk. des Stadtarchivs Zofingen Taf. IV15; StadtAZürich, Cappel 301 ,3 14 /15; StadtA Zug, s. Siegeltaf. VIII no. 38).«I Quellen: UBZürich; MGNecr. I; MAGZ XXIX 31 ff; Njbl Stadtbibl. Zürich 1901,5^ AargB I 179; Merz Die Urkk. desStiftsarchivs Zofingen 44, 47; weitere Lit. im Hist.-biogr. Lex. II 284.
ÜRZLIKON: Die Unsicherheit der Überlieferung der Schildfarben Bockli rechtfertigt den Hinweis auf die Möglichkeit, dassdie vonÜrzlikon für Nr. 144 in Betracht kommen: Dienstmannen der Freien von Eschenbach-Schnabelburg und der Herren von Schwarzen-25 berg, gleichnamige Stammburg bei Ürzlikon (GKappel BAffoltern KZürich). Stammvater H(einrich?), seit 1232, Ritter, 1279 selig(Lehensmann der von Heidegg) und Vater des Ritters Ulrich (1252-1288); letzterer hat 1260/69 ein Lehen der Freien von Klingen alsAfterlehen von den von Heidegg. Jörio, Görie, Georgio (1323-1347), 1329 belehnt von den von Heidegg, hat 1339 ein schwarzen-bergisches Mannlehen und verkauft seineVogtei im obernDorfe zu Rifferswil an Kappel; 1341 /47 verehelicht mit Güta, Tochter desRitters Eberhart vonBichelsee; sein Schwestersohn ist 1341 IV. 3. Johans von Balb, der ihn 1342 V. 31. Oheim nennt. - Fraglich ist30 ein Zusammenhang des gleichnamigen luzernischen Bürger- und Gerbergeschlechts des 14 ./15. Jhdts. mit dieser Adelsfamilie.«(Wappen: Nach dem Siegel Jörios ein halber Bockskopf, nach Edlibach Wb ein springender roter Steinbock in weiss; bei Tschudi(Ms. Hegi) 201, irrig „ex sigillo arma", in rot ein weisser springender Bock, Kl. weisser Bockskopf, Hd. weiss-rot; bei StumpfII 183V (458V, 516 V ) das Kl. wachsend. Edlibach, Tschudi und Stumpf nennen das Geschlecht „Böcke von Ürzikon" (!), ebensodie wohl erst dem 17. Jhdt. angehörende, Tschudi entsprechende Wandmalerei in der Klosterkirche zu Kappel, in deren Kapelle35 SS. Peter und Paul die von Ü. ihr Erbbegräbnis hatten (MAGZ III 1 Taf. II). «( Siegel: Schildrundsiegel Georgs 1323-1347 mithalbem Steinbock (ZürchSA X 34). «( Quellen: UBZürich, MGNecr. I, StAZürich Urk. Cappel 214 ff, MAGZ XXIII 224 (26).- Über die von Ü. zu Luzern s. Gfd (Register!), Reg. Fraubrunnen 730, Chronik des M. Russ 126 n. [36
145 WAGENBERG? = WR 98 oder von Adlikon? Der bisher als leer behandelte Schild lässt in gelb schwarze Farbspurenerkennen, die auf einen halben oder steigenden Löwen schliessen lassen. Eine Rekonstruktion ist aber unmöglich, weshalb der40 Schild auf der Tafel weggelassen wurde. — An den ursprünglichen Zusammenhang der von Wagenberg und von Adlikon er-innert die Urk. 1295 VII. 4. (UBZürich VI no. 2337). - Adelheit, Ritters Hartmans seligen Frau von Heidegg, Vogtherrin zuLufingen, und Herr Ulrich von Wagenberg siegeln 13 19 IV. 23., letzterer für seinen landesabwesenden Bruder Rudolf, beidemit Schildrundsiegeln (StiftsA St. Paul): der halbe Löwe ohne Halsband; s. auch UBThurgau IV. [35
BALKEN II Schattenseite (alt 18— 34 ), s. tafel xxxii
146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 J 57 I 5 8 I 59 I ^° I< ^ 1 I ^ 2
GLARUS ritterliches Ratsgeschlecht der Stadt Zürich und kiburgische Lehensmannen, lateinisch de Glarona und Clarona. Gleichbeim ersten Auftreten mit Heinrich (1246-1265) erscheint es mit dem Rittertitel, so dass entweder verhältnismässig kurz vorherdie Niederlassung in Zürich erfolgt sein oder das Geschlecht vorher einen andern Namen getragen haben muss. Zahlreiche Glieder
HzLoch 144—146, Tafel XXXII