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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
Entstehung
Seite
238
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BALKEN III Schattenseite (alt 35 —51), s. tafeln xxxi— xxxii

145 144 143 142 141 140 139 138 137 136 135 134 133 132 131 130 129

I 29 SCHWARZENBERG freie Herren = WR 466. Die Kopien 1761 und Hegi und ZB I 75 geben den Berg braun und einenBogen über den Berg. [5!

I3O IBERG Dienstmannen = WR 194. Die Kopien 1761 und Hegi und ZB I 75 geben den Schild weiss. [50

13^ GUNDELSHEIM (bayr. BADonauwörth) gab einer Dienstmannensippe den Namen, die auch in Württemberg an zahlreichenO rten Besitz hatte. Eckart v. G. ist 1359 tot, seine Witwe Anna erwarb damals von den Grafen von Öttingen die Feste Steinhard(Ger. Heidenheim), mit der ihre Söhne Peter, Ulrich und Menwart 1372 von den Grafen belehnt wurden. Heinrich war 1361 Komturzu öttingen. Von Hans v. G. stammte Jakob Philipp, der am 21. XII. 1500 als Wartner auf eine Domherrenpfründe zu Basel an-genommen ward, dann Domherr, Custos und endlich am 28. II. 15 27 Bischof wurde (f 13. IX. 1553). Sein Bruder Peter warDeutsch-10 ordenskomtur. Letzter männlicher Sprosse des Geschlechts war Martin Joachim Christoph f 1683, dessen einzige Tochter MariaHelena Katharina starb am 1. II. 1750. <1 Wappen: in rot ein weisser (auf der Tafel irrig gelber) Pfahl; Kl. Flügel bzw. Flug mitSchildbild, Hd. rot-weiss. So auch Richental 207' 1 , Haggenberg (vAlb. I Abb. 903), VischerWb. Grünenberg 13'' gibt denselbenSchild (Kl. Hermelinhut mit rotem Stülp, oben ein Krönlein mit rotem Federbusch) für Fronberg (Bayern) und 163 b den gleichenSchild (Kl. auf gekröntem Helm einen Mohrenrumpf mit gelbem Halsband, statt der Ohren 2 gelbe Büffelhörner) für Fronhofen,15 ebenso das kleine LeipzigerWb 84. <[ Quellen: vAlb. I 255 f, Basl. Chron. VII; Siebm. VI 1 I 142, VI 1 II 56. [49

13^ MATZINGEN, KEMPTEN, WETZIKON freie Herren = WR 211, HzLoch 52 und 85. Die Kopie 1761 gibt den Bordweiss. [48

133 WEIN FELD EN Dienstmannen = WR 283; die Felgen sind schlecht gezeichnet, der Schild erscheint jetzt eher gelb; die Kopien1761 und Hegi und ZB I 75 geben ihn weiss. Ein gleiches Wappen führte Hans der Vogt von Holzgerlingen 1376 im Siegel, die

20 Farben sind unbekannt (vAlb. I 222), ebenso die von Weil, Dienstmannen der Pfalzgrafen von Tübingen ( 125 8-1420), die gleichenStammes mit den von Holzgerlingen und von Thailüngen gewesen seien (das. II 1012). Die von Thailfingen (würt. OAHerren-berg, 1140-1546) hatten frei im Siegelfeld 2 abgewandte Radfelgen (das. II 821 f) wie die WR. [47

134 SCHÖNENBERG Dienstmannen = WR 146. Der Schild erscheint jetzt eher gelb; die Kopien 1761 und Hegi und ZB I 75geben ihn weiss. [46

135 HÜNENBERG Dienstmannen, benannt nach der Burg d. N. (KZug). Walther I. wird 1173 II. 20. und 1185 genannt, vielleichtsein Sohn ist Gottfried I. 1205 und dessen Sohn wohl Walther II. 1239, 1240 miles, mit dem die gesicherte Stammfolge beginnt.Von seinem Sohne Peter I. ging die Hauptlinie aus, von Rudolf I. ein jüngerer Zweig, der nach 4 Generationen erlosch, aus demeinzelne Glieder in Zürich sassen. Peter I. (1239-1277), seit 1253 Ritter, war 1248 kiburgischer Dienstmann und hatte zur 2. Frau- die Kinder stammen aus 1. Ehe - die Freiin Katharina von Wädenswil, sein Sohn Hartman, zu Hünenberg gesessen, heiratete

30 deren Schwester Margaretha, von seinem älteren Bruder Gottfried II. (1271-1305, 1274 Ritter), der zu St. Andreas sass, stammtenu.a. Peter II. und Gottfried III. Ritter Peter (1289-1335) war Herr zu Wildenburg (KZug) und hatte zur Gemahlin Agnes vonAffoltern-Waldsberg; sein Sohn Johans war BzLuzern und galt als der reichste Luzerner; von seinen Söhnen war Peter gen. StorchoBzLuzern, aber auch zu Zürich und Zug, Hartman Herr zu Wildenburg wie seine Söhne Hartman und Rudolf, mit denen dieserZweig 1422 erlosch. Von Gottfried III. gingen 2 Linien aus, die beide in der 5. Generation ausstarben; Gottfried IV. erwarb Meren-35 schwand, das seine Söhne wieder verkauften. Einer derselben war Hartman gen. Wolf, der Zürcher Schultheiss ward, 1391 V. 12.nobilis vir heisst und 1395 starb; sein Sohn Götz sass zu Bremgarten und hatte Lehen von Tierstein, heisst nobilis vir und familiarisder Herzogin Katharina, war übrigens ein Prachtsstück des verkommenen Adels jener Zeit. Sein Sohn Heinrich zog wieder nachZürich und ward Schultheiss; er lebte noch 1467 als letzter männlicher Sprosse dieses Zweiges. Gottfrieds IV. Bruder Peter IV.wohnte im Münsterhof zu Zürich, ebenso sein älterer Sohn Gottfried, während der jüngere Hartman (1379-1409) zu Schaffhausen40 am Rindermarkt sass; sein Sohn Götz gelangte dort zum Bürgermeisteramte (j 1437), indes sein Sohn Hartman (1437-1468) dasBürgerrecht wieder aufgab. Dessen Tochter Agnes, Gemahlin des Hartman Keller von Schieitheim, ist zuletzt 1489 bezeugt; siewar die letzte des Geschlechts. <[ Wappen: in blau 2 weisse abgewandte Einhornrümpfe. Ebenso Richental 204 (ohne Namen),DEWb 106, EdlibachWb i49 v , Tschudi (Ms. Hegi) 386, CysatWb (HerArch XIV 91, 92); Kl. weisser Schwanenhals mit rotemSchnabel und rotem Halsband (so bei Cysat) oder ohne Halsband (so DEWb 106 [Zunge auch rot], EdlibachWb i49 v [Schwanen-

238 HzLoch 129 — 135, Tafel XXXI