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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
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11 UNBESTIMMT, «t Wappen: in gelb 2 rote Banner an gelben Stangen (in der Kopie 1761, ZB I 84 und Kopie Hegi ist derSchild weiss, ebenso die Stangen). - Die Herren von Büderich (Pery, BCourtelary KBern) führten nach dem bischLb in rot eineweisse Fahne mit gelber Stange und weisser Spitze, als Kl. 2 Fahnen seitlich geneigt, Hd. rot-weiss, die von Spins (BAarbergKBern) in weiss eine schwarze Fahne mit roter Stange und weisser Spitze schräglinks, als Kl. einen Spitzhut mit Schildbild und5 schwarzem Hahnenfederbusch, so Schnitt 87V und 117. [ I7 8

"78 LUPFEN Grafen = WR 71. |- I77

1C) UNBESTIMMT. <1 Wappen: in rot 2 weisse mit je 3 blauen Eisenhüten belegte Pfähle; in der Kopie 1761 sind die Eisen-hütchen dunkel (rot oder schwarz). [ I7 6

X

80 HELWER ritterliches Geschlecht von Bregenz und Lindau = WR 298, HzLoch 108. Die Kopie Hegi10 gibt das Wappen mit durchgehendem Schrägen (s.Abb.), aber schwarz statt blau, ebenso ZB I 84; die Kopie1761 hat das Andreaskreuz weiss in blau. - An der Urk. dat. Lindau 1335 IX. 27. des StiftsA St. Gallenhangen 3 Rundsiegel Helwer: der Schild des Helwers zeigt den schwebenden Schrägen, während die durch-gehende gebogene Schildfigur im Siegel seines Vetters Hainrichs des Helwers vom Herboltz Siegeltaf. VIIno. 19 ähnlich ist; das dritte Siegel, Eberharts des jüngern H., Bruders des Helwers, ist identisch mit15 Siegeltaf. VII no. 18 (vgl. UBSt.Gallen III no. 1368, s. auch St. Gall. Gemeindearchive, Hof Kriessern,

Anhang E n. 7 u. n. n). Ein Eberhard H. fiel 1332 in der Fehde Werdenberg-Belmont bei Porclas (Bünd.

Mbl. 1928, 38). [175

8 I UNBESTIMMT. It Wappen: in weiss ein schwarzer Flug. Möglicherweise war der Schild gelb; dann läge das Hallwilwappenvor wie bei Nr. 55. [174

82 HINWIL BzWinterthur, unsicher. Arnold von Hunnewile, BzWinterthur 1294-1321, seit 1303 im Rat, siegelt mit einemPfauenstutz (ZürchSA IX 106), Hartman von Hinwil aber 1337 IV. 24. mit dem Hirschkopf im geteilten Schilde (StAZürich:Konstanz 1042; Siegeltafel VIII no. 16), den er wohl von der Abtei Zürich übernahm, deren Höriger er war, ein Hauptbeteiligterin den Unruhen zu Winterthur von 1342 (AnzGA 1857, 53). Dann wird das Wappen auf Arnolds wahrscheinlichen TochtermannHeinrich (von) Hunzikon (1314-1347) übergegangen sein, dessen Nachkommen den Schild geteilt von schwarz und weiss mit25 rotgezungtem Hirschkopf in gewechselten Farben führten (Ms. Leu 119,6; Oehem [Brandi Uno. 355], Tschudi 388 u. Stumpf II 112[390, 449]). Ii Wappen: in blau ein weisser Hirschkopf. Ebenso Kopie 1761, während ZB I 84 und Kopie Hegi schwarz statt blaugeben. Hunzikonwappen und Siegel in HerArch XXVI 67 ff und Taf. VI. - Einen Hirschkopf führten auch die toggenburgischenDienstmannen und Lehenträger der AbteiSt. Gallen Snöde oder Schnöd; erstmals Wezzil 1270, dann Ulrich (1280-1313), Inhaberst. gallischer Lehen zu Dürnten und Tann, ferner Friedrich 1309/11 Zeuge zu Pfäfers und Wartenstein und die Brüder Heinricus und30 Krafto, I3i7fideles des Propstes Kraft von Toggenburg zu Zürich und dessen Leheninhaber. Kraft nennt 1324 den Abt zu St. Gallen,der ihn gefangen nahm, seinen Herrn und schwört ihm auf zehn Jahre Urfehde, siegelt 1357 und ist 1401 selig; seiner Witwe Els-beth Giel verliehen die Grafen von Toggenburg 1362 das von ihm innegehabte Dorf Krinau, wie wenn sie ein Mann wäre; seineTochter Elsbeth war mit Hugo In der Bünd und 1401 mit Jacob von Langenhart verehelicht. Siegel: Schildrundsiegel Krafts1357 VII. 1. mit dem Hirschkopf (StiftsA St. Gallen, Abguss im Schweiz. Landesmuseum); Siegel der Elsbeth Schnöd, Ehe-35 wirtin Jacobs von Langenhart, 1401 VIII. 2. (StiftsA St. Gallen). Wohl nach dem Siegel die farblose Zeichnung des Schildesfür die Schnöden bei Tschudi (Ms. Hegi) 163. Quellen: UB St. Gallen, Zürich, Thurgau; Reg. Pfävers, SchrBSV 55, S. 29.- Ebenfalls den Hirschkopf führte das zürcherische, zum Teil Gewerbe betreibende Ratsgeschlecht genannt Schennis, Stamm-vater anscheinend Ulrich, tot 1327, der schon im letzten Viertel des 13. Jhdts. in Zürich sesshaft gewesen ist und 1327 drei Söhnehatte: Ulrich (1322/44), Peter und Franz; letzterer war 1346-1356 mit seinem Schwager dem Zürcher Bürger Conrad Rappers-40 wiler Inhaber des Zehntens zu Bassersdorf, Lehen von den Freiherren von Tengen und den Herren von Wilberg, Jahrtag 19. VI.nach 1357 und vor 1362. Heinrich, Johanniterordensbruder zu Wädenswil und Bubikon 1342/62, nimmt 1362 seinen Schwester-sohn Rudolf Schwarzmurer von Zürich zum Gemeinder am Zehnten zu Steinhausen an, einem Lehen von den Herren von Herten-stein, ist vielleicht identisch mit einem gleichzeitigen Zürcher Bürger Heinrich Sch., der verschiedentlich den Flerrentitel führte.Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Schennis ihr Wappen an das ihrer Lehensherren von Hertenstein anlehnten und es den seit45 1277 in Zürich nachweisbaren Schwarzmurern weitergegeben haben; aus diesem letztern Geschlechte siegeln erstmals Rudolf 1356(im Rat seit 1363) und sein Bruder Chünrat 1363 mit dem Hirschkopf, die mütterlicherseits von den Schennis abstammten. «1Wappen: Farben des Schenniswappens unbekannt, der Schwarzmurer nach EdlibachWb in gelb ein schwarzer Hirschkopf mitroter Zunge, bei Oehem (Brandi II no. 3 5 2) auch mit rot im Ohr; bei Tschudi (Ms. Hegi) 166 ungezungt im „nüwen" Wappen, das,,alte" in weiss ein schwarzer Hirschkopf mit rotem Geweih, s. auch Stumpf II 1 j6 v (43 3,49°)> schwarz in gelb s. HerArch XV (1901)50 96 f., Glasgemälde Usteri-Sammlung no. 37 und Veronicas von 1558 äus Vincent-Sammlung no. 74, beide im Landesmuseum, fernerVincent-Sammlung no. 89 undHaggenberg 84. Siegel: Schildrundsiegel des Franz Schennis 1356 III. 3. (StAZürich, Gekaufte u.

HzLoch 77—82, Tafel XXX

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