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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
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Rorbas domicellus, i4°7 bevogtet von seinem Oheime Heinrich Biberli, hat 1426 zum Oheim den Petermann von Haseln und ist Vogtzu Rorbas, 14 2 3 Oheim des Hans Ulrich von Tettingen und 1427 des Heinrich von Erzingen, von dem er die Gerichte zu Hinter- undMettmenteufen kaufte und dem er 1428 Haus und Feste Offtringen verkaufte, vergabte 1440 die Burg Teufen seinem Vetter HeinrichCompenner aus dem Etschlande, einem Sohne des Nicolaus Compenner und der Schwester des Hans von Tüfen; selig 1453 IV. 19.

5 jj Wappen: geteilt von weiss und blau mit schreitendem roten Löwen im obern Feld, Kl. roter Kuh- oder Ochsenrumpfmit weissen Hörnern (auf Taf. XXVII letztes Wappen Variante des Kl. aus Aulendorf: roter Breithut mit den weissenHörnern). Die Zuweisung dieses Wappens an die zum Tor ist durch das Vollwappen im Siegel von 1426 des letztbe-kannten Angehörigen Hans, der sich nur noch ,,von Tüfen" nannte, sichergestellt. Der nach 1382 ausgestorbene Haupt-stamm der Schultheiss gen. Wezel von Winterthur führte auch in Siegeln genau dasselbe Schildbild, als Kl. jedoch einen roten10 sechsstrahligen Stern, die Strahlen mit gelben Kugeln besteckt. Tschudi (Ms. Hegi) 164 gibt dieses Wappen richtig ,,ex sigilloarma et galea" den Schultheissen zu Winterthur, Hd. weiss-rot, Stumpf II 112 (390, 449) bezeichnet sie als die Schultheissen amOrt zu Winterthur, abgestorben (Wetzel der Schulthais am Ort, Bürger zu Winterthur, 1382 VII. 29.). Tschudi (244) undStumpf II 190 (464, 521) führen mit demselben Wappen noch die Camermeister uß Ergöw auf, nur sind bei Tschudi die Kugelndes Kl. weiss. Ein solches Geschlecht hat nie existiert; gemeint sind die österreichischen Kammermeister Johans und Lüpolt zum15 Tor, die tatsächlich den gleichen Schild, aber gewiss nicht das gleiche Kl. wie die Schultheiss geführt haben. Die beidenChronisten bringen noch ein drittes Wappen, Tschudi (Ms. Hegi) 193, Stumpf II 115V (393V, 452), das sie den von Tüffen,den neüwen, in Zürichpiet Nider Tüffen genant nach bi Grislikon (statt Gräslikon!) zuweisen: Schild geteilt von rot und blau (!)mit weissem schreitenden Löwen im obern Feld, Kl. wie die Schultheiss. Die Farben im Schilde sind erfunden. Natürlich steckenhinter diesem Geschlecht wieder die zum Tor, die 13 14-1440 tatsächlich Teufen besessen und sich in den zwei letzten Genera-20 tionen auch von Tüfen genannt haben wie später wieder die zum Tor mit dem von gelb und blau schräggeteilten Schilde(HzLoch 102?), die ebenfalls Teufen, seit 1465, besessen haben. Siegel: Vom Hauptstamme, den Schultheiss, führte der SchultheissWezel zuerst 1276 -1281 die 2 kiburgischen Löwen, 1294 dagegen ein eigenes Schildbild, den schreitenden Löwen im obern Feldedes geteilten Schildes, wie sein gleichnamiger Sohn und späterer Schultheiss 1311 (?) 1316-1318, und wie Markwart 1347-1367,Schultheiss und Bürger. Aus dem Helmsiegel Johans'von 1321 bis 1340 ergibt sich das Kl. des Geschlechts: aus einem Kissen25 wachsender Stern mit Kugeln. Ganzer sechsstrahliger Stern, mit 5 Kugeln besteckt, im Helmsiegel Wetzeis des Sch. 1364 u. 1382.Dieses kam wohl durch Verwandtschaft mit den Herren von Seen an die Schultheiss (vgl. Zürch SA X no. 104). Vgl. ZürchSA V 66, VI 90, IX 107, X 104 (irrig als 2. Siegel bezeichnet); StAZürich, Töss 225, 304, 332, Winterthur 57, 68, Embrach 35,StiftsASt. Gallen (UBSt. Gallen IV no. 1867). - Von den zum Tor führte Ritter Lüpolt ze dem Tor 1 342 -1 349 im Schild-rundsiegel den schreitenden Löwen oben im geteilten Schild und nennt sich in der Umschrift Kammermeister, ebenso sein30 Sohn Jacob 1376-1398, während im Siegel seines ältesten Sohnes Johans der Löwe nach links schreitet! Ein volles Wappen er-scheint erst 1426-1428 im zweiten Siegel des letzten Sprossen, über dem angestammten 1414 geführten Schild als Kl. der her-schauende Kuh- oder Ochsenrumpf, s. Siegeltaf. VIII no. 13. - Das Original der Urk. Thommen I no. 222 mit dem Siegel desBegründers des neuen Geschlechts, Johans, von 1314 existiert nicht mehr; Siegel StAZürich, Winterthur 60, 61, 71, 202, Stadt u.Land 2017, Embrach 38, 119, Rheinau 162 (beschrieben von Z-W 834), StAWinterthur 218, 289, StAAargau, Wettingen 625.35 <J; Quellen: UBZürich II—XI; Habsb.Urb.; Rüeger II 996 Note 4 und Wöber I Sp. 216 ff., 233 f. (halten die beiden verschiedenenGeschlechter zum Tor aufTeufen nicht auseinander); Urkk. bei Frl. Nanny v.Escher; Gfd. XIV 205 ; JZBHeiligenberg (im Njbl.der Stadtbibl. Winterthur 1908 S. 74 mit den zum Tor zu Freudenau vermengt!) und Rorbas; MGNecr.I; Z-W 834; Z-WZürch. Burgen II 371 (31); Dändliker Gesch. derGemeinden Rorbas, Freienstein und Teufen 25, 36 f; Voegelin Das alte ZürichI 461; Njbl. Stadtbibl. Winterthur 1919 84 f; StAZürich u. StadtAWinterthur; in Arch Her XXXVIII 53 ff. sind die Ge-40 schlechter Sch. vom Schopf und Sch.gen.Wezel vermengt; Festgabe P. Schweizer 154, 157, 183 f. [558

559 GRÜNBURG Dienstmannen; Stammburg beim Hofe d. N. (GUnadingen, bad. BADonaueschingen). Zuerst 1 297 -1 299 C(onr).d e Grünburg im Streit mit dem Kl. St. Gallen; seine Tochter Anna war 1304 XI. 8. Gemahlin des Hug Stahelekke. Am 22. VI.13 31 stellen Cünrat, Berhtolt gen. Saltzvas, Peter und Wernher gen. der Checheller v. G. der Stadt Schaffhausen, deren Gefangenesie waren, Bürgen wegen ihrer Freilassung, worunter Burkart Saltzvas, Staimer Saltzvas, Hug und Burkart von Grünburg, und45 am 12. XI. 1331 schliessen Konrad gen. Salzvas, Peter, Wernher gen. Kecheller und Burchart, Brüder, und ihr Vetter Ilug, allev. G., mit Schaffhausen Frieden. Hug nennt 1338 als seinen Herrn den Grafen von Fürstenberg; 1357 III. 26. erscheinen Wernherder Kecheller, Cünrat der Grünburger und Hans, Peters sei. Söhne v. G., und 1358 XII. 13. Cünrat, Sohn Cünrats sei. v. G. undder von Urach (Burg bad. BANeustadt). Konrad ist 1381 Diener der Grafen von Tierstein, Burchart 1370 Lehnsmann der Herrenvon Geroldseck. Peter wird 1397 und 1418, ein anderer d. N., wohl der letzte des Geschlechts, noch 1499 genannt. < Wappen:50 schrägrechts geteilt, oben in gelb ein wachsender roter Löwe herschauend (Aulend. nicht herschauend, s. Taf. XXVII), untenblau und weiss (Aulend. weiss u. blau) geweckt (in den Siegeln auch geschacht); Kl. 2 gelbe aussen mit je 3 roten gelbbebutztenRosen besteckte Büffelhörner (Aulend. je 4 Rosen). Ebenso Wurstisen Wb 93. Das Wb Büheler 67 gibt schwarz statt blau undals Kl. in Krone den wachsenden roten Löwen, Hd.rot-gelb. <1 Siegel: Siegeltafel VI no. 8-10 (genau wie WR), UBFürstenb. Vno. 84, beschrieben das. 466 no. 550, VII 422. <1 Quellen: UBFürstenb. II, V-VII; KvK I 479 Krie g er 1 77 G Z-W 835. [559

Tafel XXVII, 558—359

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