555 MAN. „Hugo der Man, Bürger zu Tübingen 1343, vermählt mit Irmelgart von Waldeck," führt im Siegel einen halben Widdergerade wie dieser Schild der WR. 4 Wappen: in blau ein halber weisser Widder; Kl. weisser Widder wachsend mit rotemRückenkamm, belegt mit weissen Nadeln mit Kopfscheibe. Siegel: vAlb. I Abb. 1780. Quelle: vAlb. I 485. [ 55;
556 WALDSTRASS, „Bürgergeschlecht der Reichsstadt Rottweil. Zuerst um 1200 Dietrich an der Waltstras genannt. Seine Burg5 rechts an der Strasse von Rottweil nach Neukirch gelegen, hiess Blonberg". Das Siegel zeigt genau den Schild der WR
Wappen: in gelb ein Balken mit Wolkenfeh weiss-blau; Kl. auf rotem Helm 2 Büffelhörner mit Kamm und dem SchildbildDenselben Schild, aber rot statt gelb, Kl. Beutelstand mit Schildbild, an den Spitzen weisse Federbüsche, Hd. weiss-rot, führteHeinrich Gündelwang, Konventsbruder zu St. Blasien (KvK I 484), den Schild mit Balken mit Wolkenfeh (Farben unbekannt)1462 ein Ampfelbrun von Lindau (K. Kiefer Haus- und Siegelmarken aus Lindau no. 4), die Ampfelbrun sind aber erst seit 140610 bis 1473 als BzLindau bezeugt (G. Reinwald Beitrag z. Gesch. d. Geschlechter u. des Bürgertums d. St. Lindau 4). Über dasGeschlecht vgl. vAlb. I 19, Siebm. VI 1 II 6. Einen Schrägbalken mit Wolkenfeh hat Engelbrecht Guller, herzogl. Amtmannzu Neunburg (Niederbayern), 1312 (Siebm. VI 1 II 56), und die ManesseHs gibt Heinrich Ruck von Tanneck in gelb einen blauenPfahl mit 3 weissen Eisenhüten (vAlb. II 802). <J; Siegel: vAlb. II Abb. 3629. Quelle: vAlb. II 978. [556
5 57 AARBERG Dienstmannen der Grafen von Neuenburg-Nidau (460). Conradus dictus de Arberch erscheint mit seiner Frau15 Cristina und dem Sohne Matthias 1273 X. 21. und ist bezeugt bis 1303 als domicellus; 1289 heisst er nobilis (nach den Edelfreienl),hat aber kein Siegel; 1295 ist er Vogt zu Altreu. Vielleicht ist der 1328 IX. 30. auftretende Richardus de A. domicellus sein Sohn,er ist tot 1366 und hinterliess einen Sohn Konrad und wohl noch einen zweiten Johans, beide 1343 zuerst genannt. Konrad war1358-1376 Vogt der Grafen in Nidau; er siegelt immer als von Aarberg, heisst aber z. B. 1347 und oft Chünrat Richartz und1366 Chünrad v. A., Richartes sei. sun v. A., edel knecht. Johans (1343—1373) hatte einen Sohn Johans (Henman) gen. Lubetsch20 (13 5 9-1377, tot 1378). Jkr. Hans heiratete Nese Macerel, ihre Tochter Nese nannte sich in der Regel nach der Mutter Nese Matzerin,so 1419 und nach ihrem Tode 1438 (490). Wappen: in gelb ein schwarzer Zickzackbalken (die Farben des nidauischen Pfahls,dessen 3 Sparren aneinander gereiht wurden); Kl. auf rotem Helm ein Spitzhut mit Schildbild und schwarzem Hahnenfederbusch(Aulend. 11 Federn). Vgl. HerArch XIV 65, 118. Sphragistisch ist als Kl. ein Flügel mit Schildbild bezeugt. Siegel: Siegel-tafel VI no. 16, 21-22, 24. <J; Quellen: FRB III-IX; P. Äschbacher Die Gr. v. Nidau 1924 (Reg.). [557
ZUM TOR habsburg-österreichische Dienstmannen, Seitenlinie der Schultheiss gen. Wezel von Winterthur. Letztere, nichtzu verwechseln mit den Schultheiss vom Schopf (WR 264), stammen von Wezilo ab, dessen Sohn Wernherus 1244 (burgensis),1249 und 1253 filius Wezilonis heisst und 1252 als Wernerus dictus Wezel Afterlehensträger des kiburgischen Dienstmannes RitterGottfried Schad von Liebenberg war. Dessen Sohn Wezel der ältere oder der alte bekleidete als erster des Geschlechts das Schult-heissenamt von 1272 XII. 16. bis c. 1290, heisst 1294 der ältere ohne die Bezeichnung Schultheiss, 1296/97213 her Wezel der eteswenne30 oder wilunt schulthaisse was ze Winterthur, oder quondam Wezlo scultetus. Er siegelt 1276 und 1281 mit dem kiburgischen Schildals Stadtwappen, dagegen 1294 mit dem schreitenden Löwen im obern Felde des geteilten Schildes. Sein Amtsname wurde wie beiden Schultheiss vom Schopf zum Geschlechtsnamen seiner männlichen Nachkommen; seine Gattin Anna war wohl eine von Seen(oder von ötlikon?); seine Brüder hiessen 1277 H(einricus) dictus Wezel und Ulricus dictus Wezel sowie 1281/82 Burkhard (Bruderdes Schultheissen Wezzil). Von des Schultheissen Söhnen Wezel, Berchtolt, Johans und Wezel gründete Johans eine Linie, die35 offenbarnach dem Stammhause bei einem der Tore Winterthurs den Geschlechtsnamen zum Tor erhielt. Johans erscheint 1294I. 31. und II. 13. als Kind Wezeis von W. des ältern und von dessen Ehewirtin Anna und 1307 XII. 15. als Bruder Wezeis (desSchultheissen), wie schon 1294. 1314 XII. 28. erhält er als Johans zum Tor, der erber ritter, von Winterthur, und Kammermeisterdes Herzogs Lüpolt von Österreich für sich und seine Leibeserben wegen der dem Herzoge, dessen Vorderen u. dessen Brüderngetanen Dienste die Burg ze Tüffen mit Dörfern usw., was ledig geworden ist von dem edeln manne Hugen seligen von Tüffen und40 von siner wirtinne ze habend, 1323 dazu das spätere Kammermeister-Haus beim Rathaus in Zürich; seine Witwe Grethe lebte noch21. XII. 1342. Von seinen Söhnen Lüpolt und Jacob folgte ihm offenbar der ältere im herzoglichen Kammermeisteramte nach,während Jacob 1346 und 1349 Kirchherr zu Veltheim und Pfrundherr auf dem Heiligenberg war. Lüpolt führte seit 1342 XII. 21.den Rittertitel und siegelte von da an bis 1349 V. 13. mit der Umschrift + S' • LUPOL • CAMERMEIST • MILITIS. Vordem Vogte zu Kiburg kaufte er 1347IV. 14. je die Hälfte der Burg ze der alten Tüffen von den Töchtern des seligen Gerharts, des4 5 letzten Freiherrn von Tüfen, Hedwig von Stoffeln und Katharina (eher Küngund) von Utzingen; tot 13 5 4 V. 20., seine selige EhewirtinMargaretha 1349 V. 13. Er hinterliess die 1354 V. 20. genannten Kinder Johans, Jacob, Pantaleon, Rudolf, Elsbeth, Guota undnach dem Jahrzeitbuche Rorbas noch eine Relin (Schwester Jacobs); die beiden ältern Töchter kamen ins Kloster Selnau. Johanswar 1365 Vogt der Bauersame des Dorfes zu Rorbas und hielt daselbst Gericht; er lebt noch als Johs. zem Tor von Tüffen 1369VIII. 26. Jacob setzte den Stamm fort, 1378 Schenk des Herzogs Lüpolt; 1387 XI. 16. erhielt er vom Herzog Albrecht als Jäkli50 von Tüffen die Burg zu Tüffen und das Haus zu Zürich auf der niedern Brücke vor dem Rathaus über als österreichisches Lehen.1395 VI. 18. siegelt Jacob zem Thor, sesshaft ze Tüffen, als Oheim und Vogt der Agnesa Schulthess, Ehefrau des Cünrat von Sal,Schultheissen zu Winterthur; selig 1407 II. 17. Seine Gattin hiess Verena. Sein Sohn Hans von Tüfen (1407-1440), im Jahrzeitbuch
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Tafel XXVII, 5 5 5—5 5 »