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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
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in rot d. h. der österreichische Bindenschild, den schon die letzten Babenberger führten, während der Löwe nach Seyler 287 undBretschneider von den Hohenstaufen stammen soll, nach Anthony v. S. aber aus dem neuern Kärntner Wappen (27). EbensoRichental 123, Grünenberg i6 b und AnsbachWb n (Stadt S. wie Bistum); später ist der Löwe nicht mehr herschauend.Ii Quellen: J. C. Pillwax Das Salzburger Landeswappen = Mitt. d. Gesellschaft f. Salzb. Landeskunde XVI (1876); Hans5 Nusko Salzburgs Fürstenwappen 1905; Siebm. I 6 1. Reihe 20 ff; P. Bretschneider VJSHerold XLV 64; S. Riezler Gesch. Baierns1103 f, 106, 276 ff; F. Beyerle Zs. d. Savigny-Stiftg. f. Rechtsgesch. XLVI (kan. Abt.) 516; W. Fischer Personal- u. Amtsdatend. Erzbisch, v. Salzburg 1916; Regesta archiepp. Salisburg. (1106—1246) hgg. v. A. v. Meiller 1866; Kretschmer 313, 424, 476,581. Über ein angebliches älteres Wappen vgl. Anthony v. S. 184 f, 290 ff. [563

V LÜTTICH (Lülche, Leodiensis). Das Bistum Mastricht, dessen erste Bischöfe sich auch von Tongern, einem alten Bischofs-10 sitz, nannten, wurde unter Chlodovech gestiftet, die Reste des Heidentums beseitigte indes erst der Bischof Hubert im Beginn des8. Jhdts., der den Bischofssitz nach Lüttich verlegte, wo er bis zur Gegenwart verblieb und zwar im Metropolitanverband mitKöln. <1 Das Banner zeigt nur ein rotes Tuch, und dies war tatsächlich das ursprüngliche Wappen das Bistums, so noch imCod. Bald. Taf. 22 und in den Siegeln der Bischöfe Adolf von der Mark 1320 (Douet d'Arcq Collections de sceaux 10767)und seines Nachfolgers Joh. von Arkel (das. 10769; de Raadt Sceaux armories des Pays Bas I 179), sowie Eberharts von der15 Mark als Holzschnitt auf dem Titelblatt der Canones Concilii Provincialis Coloniensis 1538. Das Wappen mit der weissenSäule in rot (Cod. Bald. Taff. 21,22) war ursprünglich das Wahrzeichen der Stadt und erst seit dem 16. Jhdt. Wappen des Bistums, undzwar in rot auf weissem Fuss eine gelbe Säule, darauf ein Kranz. (J; Quellen : gef. Mitt. des Hrn. D. L. Galbreath; Siebm. I 6 1.Reihe 100 ff, 167; Henaux Histoire du pays de Liege 1876; Berteis Notice sur les limites de l'ancien diocese de Liege 1859;L. Vanderkindere La formation territoriale des principautes beiges au moyen äge I, II 1902; Kretschmer 245, 408, 411, 565. [564

VI WORMS (Wormatiensis) d. h. dessen Christengemeinde reicht wahrscheinlich noch ins 4. Jhdt. zurück, hat also die Zer-störung der Stadt im Vandalensturm 406/7 überdauert. Wenigstens trafen die Burgunder, die sich bald nachher auf dem linkenRheinufer niederliessen, dort eine organisierte Kirche an. Papst Zacharias (741—732) unterstellte Worms als Suffraganbistum demErzbistum Mainz. Sicher beglaubigter Bischof ist Erembert (746—1793), mit ihm beginnt die gesicherte Reihenfolge der Bischöfe.(1 Das Banner weist einen aufgerichteten weissen Schlüssel, Bart rechts, in blau; das Wappen tatsächlich einen weissen Schlüssel2 3 schrägrechts in schwarz, begleitet beiderseits von 4 gelben Kreuzchen oder — in neuerer Zeit - Schindeln, so Richental 130b (Schildmit Schindeln bestreut). Das Wappen der Stadt gibt einen weissen Schlüssel in rot mit gelbem Stern im linken Obereck (ZürchSAXI 178). Quellen: J. F. Schannat Historia episcop. Wormat. 2 Bde. 1734 ; Monumenta Wormatiensia (Quellen z. Gesch. d.Stadt Worms) hgg. v. H. Boos 3 Bde. 1890/93 ; Seyler 288 und im Siebm. I 5 1. Reihe 118 ff; P.Bretschneider VJSHerold XLV 64;Kretschmer 264, 414, 462, 567. [563

VII SPEIER (Spire, Spirensis) reicht als christliche Gemeinde wohl noch ins 4. Jhdt. zurück; erster vom Metropoliten Lul geweihterBischof ist Basin (762—780). Gründung des Doms durch Konrad II. 1030. Die Diözese gehörte bis 1802 zum Erzbistum Mainz, seitder Wiederherstellung 1817 zum Erzbistum Bamberg. |j; Das Banner und Wappen weist ein weisses Kreuz in blau, so Richental130b, Haggenberg 9; später kam ein Helm mit Kl. (auf rotem Kissen ein Schirmbrett mit Schildbild, aussen besteckt mit 7Pfauenspiegeln) auf. Die Stadt führt in weiss den roten Dom (ZürchSA XI 176), Bruchsal dagegen den Schild des Bistums.35 tJQuellen : F. X. Remling Gesch. d. Bischöfe zu Speyer 2 Bde. 1852/34 und ÜB z. Gesch. d. Bisch, zu Speyer 2 Tie. 1852/53 ;K. Christ im Pfälz. Museum X47f; Seyler 288 und im Siebm. I 6 1. Reihe 83 ff; P. Bretschneider VJSHerold XLV 64, 71, 87;Kretschmer 263 f, 414, 568. [566

VIII REGENSBURG (Regenspurg, Ratisbonensis) wurde i. J. 739 von Bonifatius als Bischofssitz organisiert; der erste BischofGawibald war zugleich Abt des nach dem h. Haimhram (Emmeram) benannten Klosters, das zum Domstift erwuchs. Die Diözese40 gehörte zum Erzbistum Salzburg, seit 1817 zum Erzbistum München. Das Banner weist unter gespitztem weissem Schildhauptin rot einen weissen Schrägrechtsbalken; im Wappen fehlt das Schildhaupt, der Rechtsschrägbalkenschild findet sich zuerst1267 auf dem bischöflichen Rücksiegel. Später (1492) kamen Helm und Kl. hinzu: auf dem Helme ein linksgewendeter Fisch,darüber eine Krone mit Pfauenstutz. Richental 131 gibt für den Bischof in rot 2 gekreuzte weisse Schlüssel, Grünenberg i6 bund Ansbach Wb 11 ebenso für die Stadt (in der Quaternionenreihe für des haiigen romischen riches fier geburen), Haggenberg45 11 dagegen den Schild mit Schrägbalken. Quellen: Riezler a. O.; J. A. Endres Die alten Siegel und das Wappen der StadtRegensburg = Zs. f. christl. Kunst 1916 S. 169 ff (wieder abgedruckt bei J. A. Endres Beitr. z. Kunst- und Kulturgesch. d. mittel-alt. Regensburg S. 205 ff; Aus Regensburgs Vergangenheit, Festgabe zur Hauptversammlung des Gesamtvereins der dtsch. Ge-schichts- u. Altertumsvereine in R. 1925; Lipf Gesch. d. Bischöfe v. Regensburg 1852 ; F. Janner Gesch. d. Bischöfe von R.1883/86; Seyler 286, 288 und im Siebm. I 6 1. Reihe 3 f, 129; P. Bretschneider VJS Herold XLV 87; Kretschmer 303, 476, 581. [567

IX BASEL (Basileensis). Die um das Jahr 400 geschriebene Notitia Galliarum nennt eine civitas Basiliensium, woraus geschlossenwerden darf, dass Basel schon damals Sitz eines Bischofs war. Ragnachar aus dem Kloster Luxeuil führte nach 600 noch den Titeleines Bischofs von Basel und Äugst, nachher ist von Äugst als Bischofssitz nicht mehr die Rede. In Wappen und Banner wurde

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Tafel I, IV—IX