Hauses mögen auch hier Platz finden: „Da das erste bekannte Glied der ritterlichen Familie Wisso, PurchardusAlbus, 1177 als „minister" Berchtolds IV. von Zähringen [oder der Aebtissin?] erscheint und Heinrich 1220 und1221 Schultheiss in Zürich war, so ist es nicht unmöglich, dass das Haus von den Herzogen von Zähringenzur Zeit ihrer Hoheit über Zürich [1098-1218] erbaut und von den Wisso, als deren Amtsleuten, bewohntwurde, bis es nach Erlöschen der Zähringer in's Eigentum der Bewohner überging. Dies würde erklären,weshalb das Haus so reichen Baustil zeigte und warum in der Sage von Kaiser Karl und der Schlange die Resi-denz des Kaisers hierher (in das Haus der Fürsten, unter deren Hoheit Zürich 120 Jahre stand), und nicht in diePfalz auf dem Lindenhofe verlegt wird" 1 ). Im Anniversare der benachbarten Propstei (MGNecr. I) sind eineganze Reihe von Jahrzeitstiftungen für Angehörige der ritterlichen Wisso verzeichnet mit Präbenden wohlvon ein und demselben Hause, „de domo Wissorum an Kilchgassen" und „de domo, sita iuxta atrium ecclesiaenostrae", d. i. neben dem oberen Kirchhofe der Propstei. Der älteste Eintrag vom 10. II. für Ritter Rudolfden alten zu Lasten des Hauses der Wissen an der Kirchgasse mag von c. 1200 datieren, ein wohl jüngerervom 16. XII. wird sich auf Ritter Conrad den älteren oder den jüngeren beziehen und je nachdem zu c. 1230oder 1266 zu datieren sein; hier wird ausdrücklich das Haus C. Albi iuxta atrium ecclesiae nostrae genannt.Die Verkaufsurkunde von 1354 VII. 29. zählt nicht weniger als 36 Jahrzeiten auf, deren Präbenden zugunstender Chorherren oder der Kapläne der Propstei auf diesem bei dem Grossen Münster an der Kirchgasse gele-genen Hause ruhen. Sub porta domus dictorum Wizzen verzichtete am 9. IV. 1275 Adelheid, Witwe des RittersConrad genannt Wizze, mit ihrem Vogte Ritter Rudolf von Beggenhofen auf das Leibding an einem Grund-stücke, welches Conradus dictus Albus, Kirchherr zu Dinhard, und dessen unmündigen Geschwister Wal-purgis und Wizze der Äbtissin von Zürich aufgegeben hatten.
Das Haus besass bis ins 16. Jhdt. über dem Erdgeschosse zwei Stockwerke, seither noch ein drittes. Diesegehen mit ihren Ornamenten und Fenstereinfassungen den Heraldiker nichts an. Sein Augenmerk richtet sichauf das Erdgeschoss, das bis 1842 im wesentlichen seine ursprüngliche Gestalt bewahrt hat. Man betrat das-selbe von der alten Kirchgasse, der jetzigen Römergasse, her durch die noch erhaltene romanische Rundbogen-
// / // türe (A). Diese führte in die allem Anscheine nach ur-y^// //// {///'//S/// sprünglich mit drei Kreuzgewölben überspannte Haus-/yY/^/^y/// / / V flur. Neben jener lag der Saal mit den Wappenbalken,/ ^//// // ^ er d urc h zwei reichverzierte zweiteilige Bogenfenster7/ (///V^// ///// ////^ /V (B) von der Gasse her Licht erhielt 2 ). Der Eingang (C)
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an der östlichen Längswand in der Nähe der Fensterkonnte, wie die Haustüre, durch einen Querbalken ver-rammelt werden. In der Mitte der westlichen Längs-wand erhob sich ein mit zwei romanischen Säulen ge-////Z//V//V; schmücktes Kamin (D). Eine dieser Säulen mit attischer///-/// ' S ///// ' Basis und Eckknollen - das Kapitäl fehlt - ist das ein-zige ursprüngliche Stück des ungeschickterweise an deröstlichen Längswand des rekonstruierten Saales imSchweizer. Landesmuseum angebrachten Kamins! DerGrundriss des Erdgeschosses ist von Ferd. Keller schon1846 in den MAGZ III. 4 gegeben worden, indessenungenau, weil die Mauern des Hauses nicht, wie derZeichner angenommen, im Rechteck, sondern in un-regelmässigem Viereck aufgeführt sind. H. Zeller-Erdyesch osses. Werdmüller hat im AnzA IV (1883) diesen Irrtum be-richtigt mit Ergänzung der beseitigten Teile nach derälteren Aufnahme und zutreffenderer Einzeichnungdes Kamins (Taf. XXIX, 4, s. Fig. 2). ImFebruar 19x0b. s . a nahm Prof. Josef Zemp den Grundriss des Erdge-
Fig. 2. Grundriss des Erdgeschosses (AnzAIV [1883], Taf. XXIX) schosses im Massstabe 1 : 20 neu auf und trug in diesen
J ) Diese Sage dient u.a. L. Weisz für seine Verlegung des Königshofes aufs rechte Stadtufer (Neue Zürcher Ztg. 1925no. 906, 937).
2 ) Abbildung des Erdgeschosses bei Arter Zürcher. Alterthümer 1837, Heft 4 (S. 42 no. 98).
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