26 Ucke rmarcksche Adels - Historie. Cap I.
XXXIV. Die Herren Reichs-Grafen vonSMV/
sind in: flmfzehenden Jahrhundert aus der Mittelmarck in die Uckermarckgekommen/ und haben sich auf Schloß und Stadtlein Greiffenberg und ver-schiedenen andern Lehn - Güthern des Geschlechts von Greiffenberg angesetzet.In der Mittelmarck hat dieses Geschlecht lange vorher gewohnet/ und ist al-lem Vermuthen nach unter denen Manischen Churfürsten / aus denen obernteutschen Landen / in die Marck gekommen.
XXXV. Die Herren von StephM,
besitzen in der Uckermarck das Ritter Guth HohenlandiN/ welches der weylandKönigl. geheimde Rath und Lehns-8ecrerariu8 Herr Daniel vonStephani/nach Abgang derer von Wichmanstorf/ als ein eröfnetes Lehn, mit Ausgangdes siebenzehenden Leculi erhalten.
XXXVI. Die Herren von Stoß,
sind ein uhraltes aber fast niemahlen zahlreich gewesenes Geschlecht/ welchesseit undencklichen Jahren seinen Wohnsitz zwischen denen Welsen-und Oder-Slröhmen / in dem Stolpirischen Creyse / dem Lande der alten Wiltzen ge-habt/ und ist von demselben nicht bekandt/ ob und wan solches etwa/ mitandern teutschen Geschlechtern ins Land gekommen / und kan leicht seyn / daßdessen Vorfahren schon vorher von den ältesten Zeiten/ ihr Eigenthum indieser Gegend gehabt.
XXXVII. Die Herren von Stülpnagel,
finden sich in denen ältesten Nachrichten so man von der Uckermarck hat/ un-ter dem hiesclbst angesessenen Adel. Es ist nicht ohne Wahrscheinlichkeit,daß dieses Geschlecht/ von sächsischer alt adelicher Abkunft sey/ in Erwegungin dem Stift Quedlenburg/ das Dorf Stülpnagel nach Herrn KettnersBericht/ vorhanden gewesen / und nebst andern Dörffern, zur Stadt Qued-lenburg gezogen worden/ dergestalt/ daß die Nahmen der eingegangenenDörffer/ denen Strassen gedachter Stadt verbliebe»/ worunter unter an-dern/ die Stülpnagel"Gaffe, auch noch vorhanden.
XXXVIII. Die Freyherren von VtkkMbre,
sind erstlich gantz neulich in die Uckermarck gekommen, nachdem der Königl.Preußische geheimde Rath Herr Baron 6e Verne^odre ^.aurieux, dasAscherslebensche Guth Polsen alhier/ vor wenig Jahren erkauffet.
XXXIX. Die Herren von Wedel/
sind als ein uhraltes und weit ausgebreitetes Geschlecht sonderlich in derNeu-marck und Pommern/ wie auch in denen Königreichen Pohlen und Dänne-marck/ mehr als zu wohl bekandt, von welchem Herr Sebastian Georg
von