Borbeticht.
vom Jahr >725. park. no. geführet wird: daß sich sehr Wenige
der Historie und Genealogie der Adelichen Geschlechter inTeutschland mit Ernst annehmen, den. Ansehen nach geh».
den ist. ^ ^ ^
Ob auch gleich der vorgedachte Herr Profestor virkmar, seine be»reits angefangene Lhur^MarckscheAbels-Hlstoriesortzusstzen, durchden Tod verhindert worden, nnthin von dem Uckcr"MarckscdenAde! noch nichts hauptsachlich ans Licht getreten; So finden sichdoch davon hin und wieder verschiedene Nachrichten in öffentlichemDruck.
Diese Nachrichten habe zwar um so begieriger aufgesuchet und ge-lesen, damit ich/ auch in diesem Druck/ in meinem Vaterlande nichtein Fremdling seyn möchte: jedoch dabey wahrnehmen müssen/ daßsolche einer Ergänzung/ und wegen verschiedener ungegründetcr Um-stände, einer Ausbesserung bedürffen.
Vorstehendes Vorgeben von dem Verdacht einer eitelen Tadelsuchtzu befrcycn, wird nicht undicnlich seyn, diejenigen Erzehlungen, sovon Ucker Marckischcn Geschlechtern hin und wieder zu finden, und
Herr Gauhe in sein Adels-Lexicon zusammengetragen, etwaszu beleuchten/ und folgendes mit wenigen dabey zu erinnern.
Von denen in der Ucker Marck blühenden ansehnlichen Geschlechttern, von AhliM, von BW, von DollM, von DÜNNM*
Hosen, von Falckenberg, von Glödm, von Gretffenberg,
von Ketelhach von Klützow, von Schlippenbach, von Stotz
und von Stülpnagel tt. ist in diesem Adels'Lexicon nicht diegeringste Nachricht zu finden.
11.
Daß das Arnimsche Geschlecht Anno 1544. sich in der Marck
in die Häuser, Brandenstein, Biesenthal, und Boytzenburg-
Lehma, solle getheilet haben, ist gänhlich ungegründet. Umdiese Zeit und bereits seit anno 1506. fanden sich ausser der Khurmarckschon besondere Linien in dem Magdeburgischen und Franckischcn.Das Arnimsche Rittergut Brandenstein ist nicht in der Chur»Marck/ sondern im Heryogthum Magdeburg belegen. An einerBoytzenburg- Lehmaschen Linie hat man im sechszehnten Jahr-hundert noch nicht gedacht. Der Hoff»Cammer»Präsident Bernd
von