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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
Entstehung
Seite
238
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Armuth und Reichthum des Adels sindin Aristocratien gleich verderblich. Manzwinge den Adel seine Schulden zu bezah-len, so wird er nicht arm werden. Manschaffe weise Gesetze, auf dafs er nicht zureich werde. Doch keine Confiscationen!keine Leges agrariae! keine Vernichtung derSchulden! Alles das wird die Quelle unend-licher Übel. Es herrsche nicht, wie zu Ve-nedig, das Recht der Erstgeburt. ImmerTheilung, um immer Gleichheit zu bewiir-ken. Man dulde keine Fideicommissen,kein Naherrecht, kein Majorat, keine Adop-tion. Weg mit allen Mitteln, die nur er-funden wurden, den Adel in der Monarchiezu unterstützen, und deren Frucht in derAristocratie Tyranney seyn würde!

Die Familien müssen über Einigkeit un-ter sich wachen. Rasch und gerecht ent-scheide der Pachter Streitigkeiten zwischenEdelmann und Edelmann, und verhüte, dafsnicht aus dem Zwist der Einzelnen Fami-lienzwist entspringe.