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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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Gold wo keines war; es fand Männer! Mantheilte seine Staaten, seine Macht sank inTrümmern; siehe da verzieh der edle Un-gar seinem Beleidiger, stand auf und fochtfür ihn, und starb für ihn! —

Es ist Pflicht der Gesetze in einer Mo-narchie, den Adel zu schützen, ihn erblichzu machen. Er darf seine Vorrechte nichttheilen mit dem Volke. Eine solche Thei-lung würde dem Adel seine Stärke nehmen,und dem Volke keine Stärke gehen. Ersoll auch nicht seyn die Scheidewand zwi-schen Fürstenmacht und Volksschwäche,sondern das Band zwischen beyden. Fürstund Volk hassen zuweilen den Adel, jenerden Stand und dieses die Personen, welcheden Stand ausmachen. Der Fürst mag denStand nicht dulden, der sein Ansehn ein-schränkt, und das Volk vergifst, was Baco,Machiavell und Montesquieu ihm laut undscharfsinnig vorgepredigt haben: dafs derAdel die Grenze bewache, zwischen Monar-chie und Despotie.