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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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Schlosser meynt, die Geburt müsse nurAnsprüche geben, da, wo vom Glanz derHöfe die Rede ist, und da sey die Erhal-tung des Adels allerdings wichtig; nicht aberbey Staats - und Kriegsdiensten. Er belegtdiefs mit Stellen aus dem Scipione Arnmi-rato, den er dem Machiavell an die Seitesezt, und dessen ganze Declamation gegenden Adel in einem dicken und derben witzi-gen Einfall besteht. Er sagt nehmlich: derAdel werde an den Höfen unterhalten, sowie man Zwerge und Hofnarren, Löwen undTyger füttere. Ein alter Edelmann sey einseltenes Thier, und deshalb müsse ihn einprachtliebender Fürst an seinem Hofe dul-den. So dachte wohl Kaiser August nicht,als er den Hortalus ermunterte sich zu ver-heyrathen, damit sein edler Stamm nichtaussterben mögte. Nein, er dachte gewifsnicht: der Stamm des Hortalus ist ein Stammvon seltenen Thieren, den man füttern mufs;aber er sah in ihm den edlen Enkel desRedners Hortensius. Selbst Tiberius und