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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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Weise zuckt die Achseln; der Cholericuserzeigt ihnen die Ehre sich über sie zu är-gern, und der Sanguineus ßndet sie hoch-adelich lächerlich. An einem gewissen fürst-lichen Hofe verliessen die Hofdamen ihrePlätze in der Schlofskirche, weil eines neu-geadelten sehr würdigen GeheimenrathsTochter sich daselbst einfand.

Hui 1 ruft Plautus: homunculi quantiestis ! das heifst auf teutsch: (denn ich spre-che ja mit Damen:) Ach ihr armen Mensch-lein !

Man verzeiht dem Pfau das Ausbreitenseines Schweifes, weil er keinen andern Vor-zug hat; aber ihr, von der Natur mit tau-send Zauberreizen ausgerüstet; ihr, geschaf-fen durch Sanftmuth und BescheidenheitMännerherzen zu fesseln; ihr entweyht jedeschöne weibliche Tugend durch lächerlichenAhnenstolz. Es war einmal ein närrischerGärtner, der zog schöne Ptosen. Eines Ta-ges baten ihn die Rosen, er mögte ihnendoch schöne Kleider von Gold und Seide