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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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einen Edelmann der Uirwissenlteit halberabzuweisen. Spanien ist das Land des Aber-glaubens; es hat der Heiligenbilder nichtgenug, drum macht es seine Edlen noch zuGötzen. Doch es geschieht nichts neuesunter der Sonne, und zu allen Zeiten ha-ben Unwürdige sich heck und unverschämtdem bescheidenen Verdienst vorgedrängt.Schon Salonto klagt: "Es ist ein Unglück"das ich sah unter der Sonnen, nehmlich"Unverstand, der unter den Gewaltigen ge-"mein ist, dafs ein Narr sizt in grofser Wür-" de, und die so reich an Verstand sind un-ten an sitzen. Ich sähe Knechte auf Ros-"sen, und Fürsten zu Fufs gehen, als ob"sie Knechte wären."

Vormals hielt der beste Edelmann es füreine Ehre, wenn er sich Doctor und Putterschreiben konnte, heutzutage hält er diesesPrädicat dem Adel für verkleinerlich. Esgieng damit, wie mit allen Ehrenzeichen,welche man verschwendet, sie werden ver-achtet. Als Pfalzgrafen anhengen Bullen-