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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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Pfiäumgen trägt, sich nicht brüsten, weil eraus einem Apricosenkern entsprungen ist,der einst aus Epirus gebracht wurde.

Das ist eine wassersüchtige Ehre, die shake«-blos vom Stolz der Geburt aufschwillt. Das 1Wort Ehre wird auf jedem Grabe gemifs-handelt, ist ein lügendes Siegeszeichen je-der Gruft, und eben so oft stumm, wo Ver-gessenheit das Gras würklich ehrenwertherGebeine ist.

Die sich mit Bildern und Stammtafeln seneca.brüsten, sind freylich bekannte Menschen,aber drum nicht immer eclle Menschen.

Würklich ist der Adel etwas grofses, Zimmer-

r _ mann.

wenn er sich aui eigene Verdienste, oderauch auf ausnehmende Verdienste der Vor-eltern gründet. Aber läppisch ist der dar-auf sich beziehende Stolz, wenn man ent-weder schlechterdings auf seine Titel undWappen, oder so sehr auf die Verdiensteseiner Voreltern stolz ist, dafs man es fürüberflüssig hält selbst Verdienste zu erwer-ben. Eine adeliche Geburt wirkt in gnädi-

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