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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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Mich dünkt^ beydes ist wahr. Der Thorhüllt sich in das Verdienst seiner Voreltern;aber auch dem Weisen, dem, wie Pindarsingt, seiner Väter hoher Geist angeerbtwurde, macht es Freude, bey den Denkmä-lern seiner Almherren zu verweilen. Stolzist edel; aber es giebt Hochmüthige ohneStolz und Stolze ohne Hochmuth.

Das Andenken der Tapferkeit, die um Zimmer-

mann.

die Scheiteln unserer Ahnen immer grüneLorbeern wand, ist eine stete Erinnerung,wir sollen nichts thun, das ihrer unwerthsey; wir sollen glauben so grofs seyn zukönnen als sie. Die Tugenden der Vorvä-ter nachzuahmen, und ihre schönen Tagewieder herzubringen, mufs man sich seinesHerkommens um der Pflichten willen erin-nern, die es auflegt; man mufs sich seinerAlanen erinnern, weil sie Beyspiele für unssind; man mufs jene Thaten in Bildern auf-führen ; sie durch jeden Reiz der Beredsam-keit und Dichtkunst erhöhen; nie glauben,ihr Ruhm sey ein Erbtheil das wir ruhig