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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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für ein ganzes Volk, was Frankreich undTeutschland nur der gebildeten Menschen-klasse angemessen glaubten. Ich rede vondem Gewissensgericht, einem der schönstenZweige in Cathaiünens Lorbeerkrone. JedeProvinz wählt den Edelsten ihrer Männerzum Gewissensrichter. Ihm sind Beysitzerzugegeben. Allgemeine Menschenliebe, Ach-tung für seine Brüder, Erleichterung derMenschheit sind seine schönen Gesetze.Jeder Unterthan kann in jeder Sache, zujeder Zeit sich an ihn wenden; kann seineerste Klage an ihn gelangen lassen, oderauch eine bereits vor andern Gerichten an-hängig gemachte Sache, plözlich abbrechenund vor seinen Richterstuhl ziehen. Vor seinForum gehört Alles und Nichts; denn nurder Gewissenhafte stellt sich, der Gewissen-lose -darf ihn vorübergehn wie sein eigenesGewissen. Aber die öffentliche Meynungbrandmarkt denjenigen, der sich weigert,dem Gewissensrichter Rede zu stehn, undmir sind nur wenige dergleichen Fälle be-