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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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tragen darf. Die Prinzen vom Geblüte dür-fen wohl lange Nägel an den Fingern tra-gen, aber nicht am Daumen. — Im vier-zehnten Jahrhundert wurden lange Schuhedas Kennzeichen hoher Geburt. Worauffällt nicht die menschliche Thorlieit, wennes darauf ankömmt sich geltend zu machen!und was auf der Welt ist so gering undschlecht, das nicht die Eitelkeit einmal zumEhrenzeichen stempelte! So wird der Kno-WiUon. chen am Arm des Bewohners der Pelew-In-seln zum Ritterorden, und die Excrementedes Dalai Lama sind Heiligtliümer. Drumlachet nicht, ich bitte euch! wenn ein ge-bratener Guckuck den sterbenden Bewohnerdes Berges Bata, oder eine pissende Kuhden Indianer zum Heiligen macht. C'esttout comme chez nous. Könige und Für-sten trugen Schuhe die drittehalb Fufs langwaren, Barone und Dynasten nur von zweyFufs, gemeine Edelleute von anderthalb

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Fufs. Daher entstand die Redensart: »aufneinem grofsen Fufse leben.»