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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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und gerüstet, blutige Fehden ausfochten.So trennte sich nach und nach der hoheAclel von dem niedern; aus jenem wählteman die Herrscher der Nation. Ein solchesGeschlecht war z. B. einige Jahrhundertespäter das Geschlecht der Agilolfingen in v.Schlief-

fen.

Bayern, welches alle Vorrechte des Adelsvierfach genofs. Wer einen aus dieser Fa-milie ermordete, mufste ein vierfaches Wehr-geld erlegen.

Als die Teutschen anfiengen römischeProvinzen zu erobern, da wuchs die könig-liche Macht, da sank des Adels Ansehn.

Zwar konnten die ersten fränkischen Kö-nige nicht eigenwillig neue Grundgesetzeschaffen, nicht neue Auflagen heben, nichtFreyheit, Gut und Leben rauben; aber docheigenwillig Krieg und Frieden schliessen;Gesetze geben; Edle richten; über Freyenach Wohlgefallen Richter und Hauptleutesetzen; Herzöge über ganze Länder bestel-len ; Güter verleihen; Freye und sogar Leib-eigene, zu Grafen und Bischöfen machen;