auf Joseph Mein. 58z
kömmt; sie machen aber auch, daß es, wenn eskommt, nicht lange unter euch bleibet. Wenn euchGott in eine Wüste führet, und euch daselbst ganznacket auskleidet, als ob er euch gar verlassen woll-«te; so ist es eure Sünde und euer Bosesthun, dasdieses alles nach sich ziehet. Glaubet nur sicher-lich, daß ihr aus ein oder die andere Weise wider dieBarmherzigkeit gesündiget, die der Herr nun voneuch nimt. Es gie^c Sünden wider seine Gnade;und die bestraft er, wenn er uns die Gnade einzie-het. Es giebt auch Sünden wider seine Diener,die er dadurch heimsuchet, wenn er seine Dienerwegreistet, und nicht selten den Leuchter von seinerStelle stosset. Ihr müsset eures Ortes heute dieKlaae der Jüdischen Kirche wiederholen : Die Ars,ne ist von unsern Häupten gefallen: VOeheuns, daß wir so gesündiget haben. TreueLeh-»rer sind eine Krone der Kirche und eine Ehre Chri-sti ; aber unsere Sünden bringen uns darum. Zu-weilen schätzen wir sie übcrs Ziel, und todten siedurch eine abgottische Anhänglichkeit. Zuweilenschätzen wir sie zu wenig, und machen, das; sie ihrAmt mit Seufzen thun. Zuweilen sind wir wider-spenstig, undankbar und unfruchtbar; daher Gottbewogen wird, seine Arbeiter aus einem solchenWeinberg abzufordern, der keine Früchte bringenwill. Zuweilen werden wir kaltsinnig, nachläßigund träge, wir verlieren die Liebe zu Gott undChristo; und Gott nimt diejenigen weg, die unszu seiner Liebe erwecket haben. Einige unter euchsind in ihrem Christenthum ganz offenbar zurückge-wichen, und haben von ihrem vorigen Eifer in derO 0 4 Heilt-