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kümmere. Nein! Geliebte,weinet,ja weinet euch rechtsatt bey seinem Tode! Aber dem ungeachtet sage ich:ZVeinet nicht über ihn.' Euer Verlust ist rechtsehr groß, und es wird eine Zeit kommen, da ereuch noch unersetzlicher in die Augen fallen wird.Aber saget mir, ihr Lieben, hat unser entschlafenerFreund etwas dabey verloren? Hat er nicht viel-mehr unendlich dabey gewonnen ? Ist nicht der Vor>theil ganz auf seiner Seite? Für uns würde es bes»ser gewesen seyn, wenn er im Fleisch geblieben wä-re, wie der Apostel sich ausgedrucket hat, als ihmLeben und Sterben hart anlag. Inzwischen er-kante er doch, daß, wenn er blos auf sich selbstsahe, es besser sey aufgelöset zu werden und beyChristo zu seyn. Nun genießet er die Freyheitvon allem Elende und Verderben, von allen Ver-suchungen und Trübsalen. Nun genießet er dieFrüchte von der Erbörung seines Gebetes, und vonder brünstigen Erhebung seines Herzens zu Gott,als der Tag seiner Erlösung herannahete. Nunist er im Besitz der seligen Vergeltung für alle Ar-beit seiner Seele. Verklärter Geist! Du weistnun, was das auf sich hat, wenn eine Stimmevom Himmel spricht: Selig sind die Todren,die in? Herrn sterben. Sie rnhen von ihrerArbeit und ihre tVerke folgen ihnen nach.Und aus diesen Ursachen sage ich euch : weinetnicht über ihn! Nur ein Umstand scheinet unsdas, was Gottes Vorsehung gethan, noch trauri-ger zu machen. Ihr wisset, was David von Gottgebeten: ZTlim mich nicht weg in der Hälfte mei-ner Jahre. Ps. 102,14. Der Herr aber hat
unsern