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kern bewundert hat; die da glauben, daß es zurGeduld und unbezwinglichen Tapferkeit ihres Ge-müths gehöre, sich durch nichts, weder durch Sün-de, noch durch Leiden, so weit bringen zu lassen, daßsie Thränen darüber vergössen. Kann man dasauch eine wahre Geduld nennen ? Nein, es ist die-ses ihre Fühllosigkeit, über welche der Knecht Got-tes klaget: Du sichlägest sie, aber sie fühiensnicht, du züchtigest sie, aber sie achtens nicht,Jer. 5, z. Der Prophet beklaget nicht ihre Ge-duld, sondern ihre dumme Uuempfindllchkeit.
Zum andern. Was sollen wir von denmsagen, die keine Zeit zur Traurigkeit und Thränenzu haben glauben. Sie bringen ihre Tage mit lau«ter Lust und Frölichkeit zu; sie verbannen alletraurige Vorstellungen aus ihrem Herzen, die Gele-genheit unv Ursache dazu mag auch so wichtig seynals sie will. Es ist wahr, es sind dieses srölicheMenschen ; ich wünsche aber, daß sie folgende Be-trachtungen ernstlich zu Sinne fassen mögen.
l. Es ist etwas eitles und thörichtes, sichdem Lachen und der Frölichkeit zu ergeben, zumal Meiner jolchen Zeit, wenn sie auf allen Seiten mit Ur-sachen der Traurigkeit umgeben sind. Es entstehetbey ihnen keine Unruhe; sie sehen es als ein Stückihrer Weisl-eit an, immer ungestört zu bleiben, allezaghafte Furcht aus ihrem Gemüth zu verbannen,es gehe auch äußerlich zu, wie es wolle. Aber wassagtSalomo, der weiseste unter den Menschen, dieje auf Erden gelebet? Das Herz des XVeisenistim Trauerhause. Dahingegen kehrt ers auch um,und sagt: Das Herz des Narren ist »IN Hause
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