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Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
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557
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auf Joseph Mein. 557

dung gethan. Selbst unser gesegneter Heiland,der allerheiligste Mensch, die Weisheit selbst, ge-höret mit unter diejenigen, die in dieser Weit ge-weinet. Er war ein Mann voller Schmerzen, vollTraurigkeit und Thränen, Jes. s z, z. Kein ein-ziges mal leset ihr in den Geschichten seines Lebens,daß er gelachet, öfters aber, daß er geweinet. Erhat sich in den Tagen seines Fleisches mit starkemGeschrey und vielen Thränen Gott aufgeopfert, .Hebr. 5, 7. Er hat geweinet um seinen geliebtenLazarus^ Joh. 11,35. Und wenn wir in ähn--lichen Fällen ein gleiches thun, so haben wir ihnals ein großes und herrliches Erempel vor den Au-gen. Er vergoß über das unglückselige Jerusalemviele Thränen, welches die Tage der gnädigenHeimsuchung nicht wahrgenommen. Schauet fer-ner, auf das geplagte und betrübte Volk des Herrn,so werdet ihr viele finden, denen das Weinen et-was gewöhnliches, ja ihre tägliche Speise gewesen»Du speisest sie, sagt Assaph, mit Thränenbrod,und tränkest sie mit einem großen Maaß derThränen, Ps. 50,5. Es waren also die Thrä-nen beydes ihre Speise und ihr Trank. Eben dar»in bestand das Vermächtniß, das Jesus seinenJüngern anwies, da er sagte: Ihr werdet wei,nen und heulen, Joh. 16,22. Es wird von denHeiligen angemerket, daß sie mit Thränen säen,daß sie hingehen und weinen, und dabey edlenSaamen tragen, Ps. L26, 5. Ihre Saatzeit istzugleich ihre Thränenzeit. Sie säen ihre Saat instürmischen Welter und Regen aus; der Saame,den sie ausstreuen, muß gleichsam mit Thränen ein.

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