an die Unbekchrten. 547
«auf unsere vornehmste Sorge müsse gerichtet wer-„den, und daß nichts als die Erkenntniß sothaner„Wissenschaften unser Lehen schmucken und zieren„könne. „
Nun ich könnte diese Vorrede schließen, wennich nicht vor nöthig hielte einen kleinen Anstoß,welchen ich erblicke, aus dem Wege zu räumen.Und dieser bestehet darin , daß ich die Vorrede, sodem Leben des Autoris beygefüget worden, verfer-tiget habe, in welchem Leben der Autor nebstzweyen seiner Freunde meiner auf eine solche Artgedenket, die ich nicht billigen kann. Man kanndieses auslegen, als ob ich den Autorem in dieserVorrede loben wollen, weil meiner in seinem Lei-ben rühmlich gedacht worden, und ich muß beken-nen , daß dieses für etwas mir Unanständiges müßtegehalten werden. Allein wisset, daß ich keine Ge-walt über dasjenige gehabt was andere geschrie-ben; daherj ich auch nicht unterlassen dürfen, ihm,dem Autori, sein gehöriges Lob zu geben.
Hätte ich die Feder, derer, die in besagterLebensbeschreibung meiner Erwähnung gethan,würden diese die Mittelstraße gegangen seyn, undmich für nichts als einen unwürdigen Diener Chri-sti gehalten haben, welcher jedoch seine Kirche inRuhe und Wohlseyn zu sehen Verlangen trage;sie würden so ein unverdientes Lob mir nicht beyge-leget haben, gleichwie ich wünsche, daß andere ihreverlaumderische Schriften möchten unterlassen ha-
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