540 Baxters Ermahnung
ständigen Leuten gesprochen habt, so verfüget euchzu einem Maler, und lasset euch allda allerhandartige Bilder zeigen ; oder sehet in einen Spiegel,und betrachtet, wie dieser eine jede Person zu re-präsentiren pflege? oder gehet zu einem Peruqven-macher, und stellet euch allda die Peruqvenstöckemit den Peruqven vor Augen; so werdet ihr sehen,was für ein Unterscheid, zwischen solchen B'ldemund den lebhaften Menschen, und daraus schlüs-selt, was für ein Unterscheid zwischen einer heiligenSeele, und zwischen einem leblosen, angeputztenUnd von außen schön glänzendem Heuchler sey.
Die neunzehende Frage: Frage sie : Obnicht Rönige und Regenten, oder überhauptalle Menschen einen großen Unterschied zwischenMenschen und Menschen; zwischen Getreuen undTreulosen, zwischen Gehorsamen und Ungehor-samen machen? Und, ob nicht diese Heuchler selbstdavor halten , daß ein großer Unterscheid zwischeneinem Freunde, und Feinde, zwischen einem der sieliebet, und einem der sie bestiehlet, ihnen Leides zu-füget , und sie todten will, zu machen sey? Solltenun in den Augen des allerheiligsten Gotteszwischen einem Gerechten und einem Gottlo-sen kein Unterscheid können gesunden werden?Mal. z, 17.18.
Die zwanzigste Frage: Da diese Heuchlerin jedem Stücke, außer was ihr fleischliches Interes-se betrifft, sich todt und erstorben erweisen, so fragtsie: warum sie denn Prediger undpriester wor-den?