an die Unbekehrtcn. 529
Vielleicht werden sie sage», daß diese lmcer-redung (oder, wie üe es nennen, das Geschwätze)von der Bekehrung sich besser vor Heyden und Un-gläubige, als vor Christen und Protestanten schicke.
Weilen nun die stoUen Minen und großenRöcke sothaner Leute also beschaffen sind, daß manihren Gift gar leicht einzusaugen bewogen werdenkonnte, so bitte ich dich, jeooch nicht anders als vordem alls'henden Angesicht Gottes, daß du folgendeFragen beantworten, oder dir solche von ihnen be-antworten lassen wollest, damit du sodann urthei-len mögest, ob jene, oder wir dich zu verführen su-chen ; und ob nicht dergleichen Leute wider die wah-re Bekehrung und wider den Geist Gottes nur des-wegen so leichtsinnig reden, weil sie selbst nicht be-kehret sind und wenig Geistliches an sich haben;eben wie diejenigen, die keine Gelehrsamkeit besi-tzen, von solcher insgemein übel zu sprechen pflegen.
Erste Frage: Ich bitte dich, frage sie, obdieses eine puritanische oder fanatische Mey-nung sey, daß die Menschen sterben müssen ?Ob aller Pracht, aller Reichthum, und alle Lust derWelt einer aus dieser Welt Abschied nehmendenSeele etwas helfen werde ? Ob sie, die uns so ver-ketzern, und unsere Lehre verdächtig machen wollen,ewig auf Erden leben werden, oder ewig zu lebengedenken? Ob sie kein Ende ihrer frölichen Stun-den, und ihres prahlenden Wesens zu geworren ha-ben ? Oder ob es nur eine bloße Meynung derHeuchler und Schismaticorum, (wie sie uns nen-nen wollen,) sey, daß der Körper im sinstern Grabewerde verfaulen müssen.
Thätiges Christench. 5 l Die