522 Baxters Crmahnung
Ach verstattet doch nicht, daß wir unsere Kla-?gen vor Gott wider euch ausschütten müssen. Wei-set uns ja nicht ab, daß wir euch nicht ferner bittensollten, euch mit Gott zu versöhnen, und daß wirhey Gott die Klagen nicht führen dürfen, daß ihreuch nicht versöhnen lassen wollet. Nöthigetuns nicht zu sagen, daß wir euch zwar zu dem gro-ßen Abendmahl eingeladen, ihr aber hättet nichtkommen wollen; und daß wir zuletzt dieses Zeug-niß ablegen müssen : Ach Herr; Es wäre unsunsere Arbeit und unser Leiden, so wir ihrentwegenauf uns genommen haben, weit leichter zu ertragengewesen, wenn sie sich deiner Gnade nur hättenunterwerfen wollen '; so aber sind sie selbst Ursach,daß unsere Herzen so sehr betrübet, daß unsere Mühevergeblich, und unser Predigen, Bitten und Fle-hen umsonst gewesen : Wir hatten viel lieber ohneBesoldung unser Amt verrichten wollen, als daßunsere Predigten nichts sollten gefruchtet haben.Sie sind weit arger mit uns umgegangen, als alleVerfolger in der Welt jemals zu thun vermögendgewesen: Wie oft haben wir sie versammle» wol-len; sie aber Haben nicht gewollt, und wollen auchnoch nicht. Wie viele fromme und treue Predi-ger habe ich nicht diese eilf Jahr lang gekannt, diejn verzehrender Armuth und Bedürfniß gelebet, unddurch christliche Liebe und Allmofen kaum Nahrungnnd Kleider gehabt, welchen alle ihre Last würdeleichter worden seyn, wenn sie nur in Wahrheithätten sagen können: Durch die Predigten, meinGott, die ich in geheim und in großer Gefahr de-l!M Sündern gehalten, sind viele Seelen zu dir be-