Zweyte Abtheilung. Eap. .5» 487
Versuchungen und der Tod werden alle eure Tu-genden und Gnadengaben auffordern. Wie vieleMühe haben nicht manche arme Heiligen vonnöthengehabt, ehe sie in diesen Hafen haben einschiffen kön-nen ? David seufzets nach der Ruhe, bis er einigemehrere Kräfte verlanget hatte.
Fünftens stellet euch für: Wie wenig wirdes euch doch helfen, wenn ihr zwar den anstandeurer Güter, nicht aber den s ustand eurer See-len verbessert. Was für Vertheil hatte der ar»>me Gehasi davon, als er zwar die Takente desNaemanns verlangte, hingegen sich aber mit sei-nem Aussatz schleppen mußte?
SUIN sechsten: Erwäget wie kurz, wahr-scheinlicher Weise, eure Feit zu samm!en ist»Die Jsraeliten sammleten gegen den Sabbathzweymal so viel Manna, als sie zu anderer Zeitsammleten, dieweil am Sabbath gar keines zu fal-len pflegte. Ihr, meine Brüder, wisset nicht, wielange ihr werdet sammlen können.
?u»n gebenden: Bedenket, daß Gott sehrvieles von euch fordert und erwartet. Er hateuch als Reben, die nicht rechte Frucht bringen, ge»'reiniget, und beschnitten; und nun siehet er, ob ihrmehrere Früchte bringen wollet. Er hat euch eineZeitlang unter seiner '.sirengeren Zucht gehalten ;daher erwartet er auch, daß ihr besser zugenommenhaben solltet. Er hat neue Mittel mit euch versu-chet, und ist mit der Ruthe zu euch gekommen, jaer wird euch seinen Zorn fühlen lassen, daferne ernun nicht siehet, daß ihr euch bessert. DieRrcuzesstundel? pflegen dem Volke Gottes sehr
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