480 Alleins Grundlegung/
klarlich, 1)aß das Feuer der Religion bald genugverlöschen wird, wo sie nicht bessere Stützen erlan-get, als die fleift!)liche, geistliche und die leblose Ver-waltung ihres Amts sind.
Thcureste Vrüder, icht ist es Zeit, daßihr, die ihr den Herrn fürchtet, öfters einander zu-redet und ermuntert. Beobachtet eure Pflichtenmir so vieler Klugheit, als es möglich ist; weg aber-mit der fleischlichen Klugheit, die euch um die Ge-fahr zu vermeiden, von Erfüllung eurer Obliegen-heit abhalten will. Ist die Gemeinschaft der Hei-ligen nicht werth, daß man etwas wage? Verschlie-fet eure Thüren den gottesdienstlichen Versamm-lungen nicht. Man hat mir gesagt, wenn ein Predi-gersich eurenthalben bemühen, und euch unterrichtenwill, daß. es ihm sehr schwer werde bey euch die Ge,legenheit, und den Platz zu gewinnen. Dieß seyferne von euch, meine Brüder! Warum wolltetihr das thun? Schließet vielmehr die Welt voneurer Gemeinschaft aus. Lasset es seyn, daß der-jenige, der einem Prediger in seinem Hause denUnterricht einer Versammlung verstattet, etwasmehrerer Gefahr unterworfen sey. Hat er nichtzu gleicher Zeit auch mehrere Vortheile zu gewar-ten? Hat nicht Obed-Edom und sein Haus durchBeherbergung der Bundeslade überschwenglichenSeegen erhalten? Oder denket ihr: Gott habe fürdiejenigen keinen Seegen, die seinen Bothen, sei-nen Heiligen, und seinem Dienste in ihrem Hause,mit vieler Selbstverlaugnung die Herberge gön-nen? Seyd ihr Glaubige; und fürchtet euch dochum Christi willen^ etwas zu verliehren? Wisset