Zweyte Abtheilung. Cap. 5. 45?
Zung des Lebens, wenn ihr es für ein bloßes An.nehmen haben könnet. Gott verhüte also, daß euerkeiner verlohren werde.
O meine Brüder, meine Seele ist voll Be-kümmernd euretwegen, es iammert mich eurer.O daß ich nur wissen möchte, was für Gründe undVorstellungen für euch am dienlichsten wären. Qdaß mir iemand die Worte in den Mund legenmöchte, die geschickt wären, die Sünder zu bewe.gen, die ihnen angebotene Gnade und Barmher-zigkeit nicht von sich zu stossen. Wie soll ich rechtin sie eindringen? Wie soll ich ihre Herzen rüh-ren? O daß ich die Worte finden könnte, welcheaus bloßen Zeichen der Gedanken zu Schwerdtem»md Pfeilen würden, die ihre Seelen durchdrin-gen, und zwischen ihnen und ihren Sünden eineScheidewand aufrichteten.
Geliebtesten Brüder, der Herr Jesus hatmich den allerunwürdigsten seiner Diener zu seinemRevner gemacht, der eure Herzen an seiner stattgewinnen soll. Und, ach daß ich nicht nur wüßte, wieich am besten für ihn werben könnte, damit ich ihmSeelen zuführen möchte.
Diefe acht Jahre habe ich gerufen, und wasbleibet dennoch nicht für eine große Menge in ih-renSünden augenscheinlich beharrlich, und wie we-nig, ach leyder, wie wenig Seelen habe ich Chri"sto durch eine rechtschaffene Bekehrung gewonnen.Noch mehr: ich verlange mit allen möglichen Ernsteuch nützlich zu seyn, und mich zu eurem Vortheilmit euch zu beschäftigen. Ich habe geglaubet, eineRede aus dem Gefängniß würde vielleicht das aus,
Ffz richten.