452 Alleins Grundlegung,
derselben herzlich zu grüßen. Mein Beruf fietan einen schönen Ort, als der Herr mein Looß un-ter euch fallen ließ; wofür ich dankbar zu seynVerlangen trage. Es hat dem Herrn gefallen un-ter mir und euch eine gegenseitige Neigung zu wir»ken. Ich erinnere mich der vielen Thränen, Ge-beter und Wünsche, mit welchen ihr mich hiehergesendet habt. Ich erinnere mich, wie ich eureHerzen in euren Augen erblickte; Wie kann ichvergessen, wie ihr eure Seelen gegen mich ausge-schüttet habt. .Warlich ihr seyd Leute, die mirsehr an meinem Herzen liegen, und deren Wohl«fahrt diejenige Sache ist, warum ich bestandig be-te, und warum ich ohne Unterlaß besorget und be-mühet bin. Und, o daß ich wüßte, auf was Artund Weise ich euch Gutes erzeigen könnte. O wiegewiß sollte keiner von euch verlohren gehen, wennich wüßte, wie ihrjerrettetwerden könntet.
Ach wie nahe gehet es mir, wenn ich denkensoll, daß so manche von euch in ihren Sünden ver-harren wollen, nachdem so viele und so lange Ar-beit sie zu bekehren und zu rechte zu bringen angewen-det worden. Noch mehr: o meine Geliebten, hö-ret den Ruf des allerhöchsten Gottes an euch. DasGefängniß prediget euch eben dieselben Lehren, diemeine Canzei verkündiget hat. Darum höre! odu Gottes Volk! höre mich! Wer Ohren hat,zu hören, der höre. Der Gott des Lebens und derHerrlichkeit bietet euch alle Barmherzigkeit, Frie-de 'Md Segen an. O warum solltet ihr sterben!Wer da will, der nehme von den Wasserndes Le-bens umsonst. Was fehlet euch an der Erlan-
Zung