Zweyte Abtheilung. Cap. ?. 421
§. 242.
7. Wenn unsere Trägheit und Unwilligkeitalso beschaffen ist, daß wir den Dienst, welchen wirChristo leisten sollen, unterlassen, wenn wir uns vonseinem Joch lcß machen, und seine Bürde von unswerfen wollen, so ist dieses ein schlimmes Zeichen ;aber, wenn wir über uns selbst zürnen, und ChristiWege und Dienst billigen, so ist es gut. Also wares mit Paulo beschaffen: Er beklagt sich nicht überdas Gesetze, daß es allzu scharf und allzu strenge sey,so gedenket er auch nicht seine Bande zu zerreissen,und sich seiner Freyheit zugebrauchen, sondern er ap-probiret und billiget dasselbe gar sehr, und verdam-met dagegen die Trägheit seiner Natur, Rom. 7,5 2.15.25. Wenn die Menschen mehr Lust bezei-gen, sich von dem Zoche Christi loß zu machen, alsvon derjenigen Übeln Beschaffenheit des Gemüths,die dieses beschwerlich machet, wenn sie sich hin undher nach Erleichterung umsehen, indem sie ihre Ban-de erweitern, das Herz und Gemüth aber solchemnicht unterwerfen wollen, so ist dieses eine schmerz-hafte Entdeckung eines unbekehrten Herzens. Unddieses mag genug seyn, was diese Frage anlanget«
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