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sten gefunden werden, die andere so gern tadeln,da sie doch ganz gelinde mit ihrer eigenen Verderb-mß verfahren, und selbst keine Bestrafung vertra-gen können. Mein Leser, fliehe und meide dieseSünde.
§. 222.
2. Diene Gott zuförderst. Gieb Gottdie Erstlinge deiner Gedanken, deiner Tage, dei-ner Stärke. Wie großes Mißfallen bezeigetnicht göttliche Maiestät über iene ruchlosen Prie-ster, die erst sich und denn Gott opfern wollten,i Sam. 2,15.15.17. Jener gab diefen heilsa,men Rath: Halte am Morgen die Thüre dei-nesHerzens feste zu wider dieWelt,bis deinHerzzuvorim Himmel gcwesen, und allda wider dieVersuchungen gleichsam gewürzet und gestar-tet worden, die du vermuthlich/ so bald du vondeiner Andacht zurück kehrest antreffen wirst«In Wahrheit, es muß a.les geschehenes ein DienstGottes, iedoch muß der unmittelbare Dienst, wel-chen wir ihm zu leisten schuldig sind, zuerst beob-achtet werden. Dieses ist ein Rath, welchen un-terschiedene Heyden gegeben haben, daß man näm-lich alles mit Gebet anfangen soll. Aratus saget:Lasset uns alles mit Gott anfangen. Ja die Ma-humetaner fangen allezeit ihre Bücher an, wie wirein Testament anfangen: Im Namen Gottes.
8.22z.
z. Halte vor allen Dingen das Inwen-dige rein. Reinige zu erst das InwendigeinVecher,Match. 25,26. Obgleich diejenigen^.Sie ihren Wandel also führen, als ob es bloß auf
das