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Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
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389
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Zweyte Abtheilung. Cap. 2. Z89

seyn,daß sie sehr genau die unmittelbarenPflichten ge-gen Gott in acht nehmen, da sie unterdessen in denPflichten gegen die Menschen recht unachtsam sind;oder sie pflegen vieleZeit aufihreSeele zuwenden,las-sen sich aber den Zustand derKirche und das Elendderer zu Grunde gehenden Seelen, die um sie her-um sind, wenig zu Herzen gehen. Vielleicht be-obachten sie den Sonntag ganz genau, sie beten,sie hören das gottliche Wort und hüten sich fürfalschcnEyVe; unterdessen machen sie sich kcinÄewis-sen, wenn sie ihr Versprechen nicht halten, wennsie unbedachtsame und unchristliche Urtheile überihren Nächsten fallen, wenn sie viele Zeit unnützeund vergeblich zubringen, wenn sie Siscurse undReden führen, die zu nichts dienen, wenn sie sichrecht karg und filzig erweisen,daferne sie zum Dien-ste Gottes etwas widmen sollen, wenn sie dieSün-de nicht strafen und ihre Affecten bey ieder kleinenVerdrüßlichkeitauslasscn. Viele pflegen die Pflich-ten gegen die, die in der Kirchengemeinschaft ste-hen, gar wohl in acht zu nehmen, da sie unterdessendie Pflichten gegen andere, die draußen sind, verab-säumen. Dieses pfleget sich nur allzuofte zu zutra-gen. Wo ist wohl bey nahe ein Christ, der rechternstlich sorget und saget: Was muß ich thun,Seelen zu Christo zu bekehren? Vielleicht lassetihr euch gern in der Gesellschaft gottseliger Men-schen finden, wo ihr könnet erbauet werden; allein,wenn gehet ihr wohl zu euren armen Nachbarn,welche ihr ein sündlich Leben führen sehet,wenn verkündiget ihr ihnen die Gefahr, darinnensie stehen, und wenn bemühet ihr euch, dieselbeBbz Chri-