Zweyte Abtheilung. Ca-p.2. 537
§. 219.
Endlich müsser ihr auch noch diese Lehre fas-sen und behalten, daßGott in keiner Sache aneuch einen vvohlgef.illen haben werde, es wä-re denn, daß ihr eure Sorge dahin gerichtetseyn lasset, wie ihr ihm in einen iedem Stückegefallen möget. Ihr werdet dermaleinst zuSchanden weroen, wenn ihr nicht auf alie GeboteGottes acht haben wollt, Pf. 119,6. Ihr habtkein gut Gewissen, wenn ihr euch nicht befleißi-get/einen gurenLVandel zu führen bey allen,Ebr.1 z, l 8. WennNaaman nur hierinne will entschuldi-get seyn, wenn er sich in dem Hause Rimmon bückenw i ve, daß er seinen Herrn nicht möge zu verachtenscheinen, so ist dieses schon genug alles zu verder-ben, 2K0N. 5,, 18. Manche wollen es gerne we-der mit Gott, noch mit der Welt verderben,und dahero suchen sie beyden ein Gnüge zu leisten.Daheim wollen sie Gott dienen, und außer demHause wollen sie sich der Welt gleich stellen. E6mußte etwas großes und sonderliches seyn, daß sienicht lieber begehen, als daß sie die Gunst derMenschen,sonderlich derGroßen fahren lassen sollten.Diese Leute haben zwey Gesichter und zwey Zun-gen, der einen bedienen sie sich in guter, der andernaber in böser Gesellschaft, darein sie gerathen mö-gen. Viele haben die zwey Prmcipia gehabt, daseine ist gewesen die Quelle alles Guten, das andereaber die Ursache alles Uebels; beyden haben siegedienet, der Quelle alles Guten aus Liebe, undder Ursache alles Bösen aus Furcht. Viele un-ter uns bekennen sich.ebensals zu dieser Religion;
Vb « Alttiq,