Z74 Meins Grundlegung,
gen, daß er in uns allen möge gepreiset werden, undwir nicht unsere Belohnung verliehren»
§. 2lZ.
?mn andern müssen wir einigt heilige Leh-ren fassen und behalten, als zum Exempel: daßdas N?ohlgefallen Gottes unser einiges V7erkund unsere höchste Glückseligkeit seyn müsse. Esist unser einziges Werk. Mas halten wir wohlfür unsere Arbeit? das ist eineö Menschen Tlmnund Verrichtung, darin er den Unterhalt seines Le-bens haben muß. Ein Nechtsgelehrter hält dieNechtSgelahrtheit für sein Hauptwerk, und derHandwerksmann seine Handthierung, denn damitsuchen sie ihren Lebensunterhalt. Mcine Brüder,alle unser Werk und Verrichtung ist, wie wir Gottgefallen mögen. Thut, was ihm gefallt, so thutihr alles, verfehlet ihr aber hierinne, so verderbet ihralles, gefallet ihr Gott, se ist euch auf ewig gehol-fen. Wie sorgfältig crweisetsich nicht ein eigennützigerHofmann, damit er'seinem Fürsten gefallen möge?Wie pfleget er sich nickt zu bücken, und seinemHerrn zu schmeicheln ? Wenn er ihm an Augen ab-sehen kann, was ihm angenehm und gefällig ist, soschätzet er sich für glücklich. Und was ist wohl dieUrsache dessen, al's daß er ganz und gar von derGnade des Fürsten dependiret. Ach wir dependi-ren noch weit mehr von der Gunst und Gnade Got-tes. U?ohj dein, den du erwählest, und zu dirlastest, daß er wohne in deinen Höfen, der hatreichen Trost von deinem Hause, deinem heili-gen Tempel, Ps .65, s. Er hat Lust zum Le-ben, odttvnach dem Englischen: Seine Gnade »st
Aeben;