Zweyte Abtheilung. Cap. r. z6z
in einer wahren Selbstverleugnung, und mBeständigkeit seines Gemüths vor Gott wan-delt, der ist wohlgefällig vor seinen Augcn«H. 206.
Wtis zum andern (§.195.) euer Thun undLassen anbelanget, so müsset ihr kurz von der Sa-che zu reden, wenn dasselbe Gott gefallen soll, auffolgende fünf Stücke sehen :
1. Müssen eure Handlungen nach derrechten Regul und Richtschnur eingerichtetsepn, welche keine andere als Gottes XVort ist.Ihr müsset nicht eures Herzens Dünken nachrichten, noch euren Augen nachhuren, 4. BuchMos. 15, Z9. In allen heiligen Verrichtungenmüsset ihr Gottes Wort auszuweisen haben, damitsie feste und gewiß seyn mögen. Ihr müsset keinesolche Opfer darbringen, von welchen man sagenkann: XVer fordert solches von euren Händen ?Jes. r, 12. Ja auch in allen bürgerlichen Hand-lungen müsset ihr Gottes Gutheißen darlegen kön-nen. Seyd versichert, daß er diejenigen Handlun-gen nimmermehr für genehm halten wird, welcheer in seinem Worte verworfen hat. Untersteheteuch ja nicht bey Strafe göttlichen Mißfallens, das-jenige zu thun was in feinem Worte verboten ist.
2. Müssen eure Handlungen den rechtenEndzweck haben, welcher die Ehre Gottes ist.Wie verdammlich irreten nicht die Pharisäer ? Wieerbärmlich ging nicht Zehu verlohren? Beydes ge.schah in Sachen, die befohlen waren, sie hattenaber nicht diesen Endzweck, nämlich die EhreGottes.
z. Sie