Zweyte Abtheilung. Cap.' i. Z5/
keimet Christum mit Freude und Dank, wo sieihn nur findet. Ein solches Gemüth, welches sichgern einem ieden mittheilen will, ist die Ehre desChristenthums, der Segen der Kirchen, und dasVergnügen Gottes.
§. 202.
4. Lebe deines Glaubens, Hebr. ?o, z 8«Dieser ist theuer und köstlich m Gottes Augen,2 Petr. r, 11. 1 Petr. i, 7. Er giebet Gott Preisund Ehre, und deswegen ergötzet sich der Herr andemselben Rom. 4,20. Durch den Glauben hatAnoch das Aeugnis gehabt, daß er Gott ge-fallen habe, Hebr. n, s. Wollt ihr nun alsswandeln, wie es Gott gefallen möge, müsset ihr imGlauben wandeln. Die Christen müssen nichtaus das, was sichtbar ist, sondern auf das, wasunsichtbar ist, sehen, 2Cor. 4, 18. und dürfennicht nach der gemeinen Weise leben. Christusmus ihr Leben und Athem, ihr Beten, ihre Ver-heißung und ihr täglich Brod seyn. Durch ds»rGlauben haben die Altvater Zeugnis über-kommen, Hebr. 11, Z9. So sehr gefiel Clmstoder Glaube an jenem Hauptmanne? daß er rühme-te, wie er solchen Glauben in Israel nicht fun-den habe, Matth. 8,10.11. Hierdurch, nämlichdurch ihren Heldenglauben, erlangte das cananaix.sche H?eib einen so besondern Ruhm von unsermHeilande, daß er sprach: O N)eib dein Glaubeist groß, Matth. 15,28. Du hast mir das Her;genommen, meine Schwester, liebe Braut, mitdeiner Augen einem, das ist mit deinem Glau--ben, Hohel- 4, 9. Gehe einher in der Kraft des
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