Zweyte Abtheilung. Cap. i.
Tugenden seines Volks. Dieses sind die Narbenmit Saffran und allerbesten Würzen, die Lilien-betten und die lieblichen Salben, dadurch Chri-stus so eingenommen wird. Dieses sind die Ein-namen und die Bäume des Weyrauchs, derCat-mus, Cyprejsen, Ä)ü)rrhen und Äloes, ia die Hals-kette und die köstliche Perle, die Christo das Her;genommen, und welche er so gewallig herausstrei-chet, Hohel. 4, 9- ^4 Dieses ist das Kleid vomgüldenen Stück und das köstliche Gold, worinnensich die Königinn ihrem königlich'n Gemahl darstel-let, Ps. 4 5, iO. 14. So ziehet mm an, als dieAuserwahlten Gottes Heiligen und Geliebte»:,herzliches Erbarmen, Freundlichkeit; leget da-gegen von euch ab den?orn, Grimm, Bos-heit, Lästerung, schandbare ^orre aus eu-rem Munde und ziehet den neuen Menschenan, Col. z, 12.8,10.
Ich will euch insonderheit einige besondere Tu-genden empfehlen, von welchen Gott selbst bezeu-get , daß sie ihm 'ungemein gefallen. Wollt ihrjemals Gott gefallig werden, so leget diese Klei-der an.
§. 199.
1. Rleidet euch mit Demuth. Haltet festan der Demuth, denn Gott widerstehet denHoffartigen, aber denen Demüthigen gibt erGnade, 1 Petr. s, 5. Dieses Kleid müsset ihr noth-wendig anlegen, wenn ihr Gott gefallen, und insHimmelreich kommen wollt, Matth. 18, z. Die-ses ist die Zierrath, in welcher ihr zu Christo kom-men müsset. Ihr müsset ihm dienen in Demü-thig-