zz6 Weins Grundlegung,
ist er wenig bekümmert. Er ist sehr eiferig für dieVorrechte und Verheißungen, träget aber für dieGebote die ihm gegeben sind, und wegen der Pflich«ten eines Menschen, wenig Sorge. Er erwähletsich nicht das ganze Gesetz, sondern er ergreift nurhier und da etwas, so ihm am besten gefallet, undwo die Gebote Gottes sein Interesse zu befördernscheinen,oder wenn sie zum wenigsten feinem Fleischenicht gar zu sehr zuwiver sind. Ein rechtschaffenerChrist aber hat alle Gebote Gottes vor Augen, errichtet seine Gedanken auf die ganze Vorschrift desgöttlichen Gesetzes, er nimmt sich von ganzem Her-zen vor, und befleißiget sich, wie er diesem vollkom-wen ahnlich werden möge. Er suchet keine Schlupf-winkel, noch tückische Ausfluchte. Br hinketnicht auf beyden Seiten, zwischen Gott demHerrn und Vaal, l Kön. i z,2l. So dieneter auch nicht zweyen Herren, Match. 6,24. Erfürchtet nicht also Gott den Herrn, daß er auchandern Göttern dabey dienen sollte. Er die-net keinesweges Gott und dein Mammon, sondernbefleißiget sich Gott gleich zu werden, und hat sichganzlich dem Dienste Gottes und seiner Furcht ge-widmet. Er hat ein gut Gewissen, und will mallen Dingen ehrbarlich wandeln. Sein Thunist aufrichtig, ob er gleich sich der Vollkommen-heit nicht rühmen kann. Er stehet ab von allenseinen Sünden, und hält alle Gebote und Rechte,die ihm wissend sind.
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Ich muß euch kierbey noch zwo Fragen vor-legen. Erstlich: Pfleget ihr auch wohl, wenn
- andere