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Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
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Erste Abtheilung. Cap.9. ZiZ

bey euch eine gleichförmige Heiligkeit erfundenwerden. Meine Vrüder, es ist' in dem Chri-stenthum eine Schande, daß die Christen, ohnenur, wenn sie in denen heiligen Pflichten begriffensind, einander so ungleich sind. Dieses ver-wundet das Christenthum aufs Leben, wennman von solchen, die sich nur mir dem Munde zuChristo bekennen, sagen muß : Diese Leute scheinenin der That zu beten, wie Engel; wir mögen abergar leicht gewahr werden, daß sie so mürrisch undempfindlich, so hart in ihrem Handel und Wan-del sind, und daß sie sich so wenig Gewissen überihre Worte machen, alsandere. Meine Geliebte,denket nicht, als ob das Christenthum einzig undvornehmlich in. Beten, Hören und Lesen bestehe,ach nein, meine Brüder, ihr müsset durch und' durch gottesfürchtig seyn ; ihr müsset euer Christen-thum, das ihr in geheim und in eurem Betkäm-merlein ausübet, auch in eurem öffentlichen Wan-del hervor leuchten lassen. Lasset das Leben derHeiligkeit nicht nur gleichsam außen am Kleide er-funden werden, sondern machet, daß dieses heiligeLeben durch das ganze Kleid eures Wandels mögegemebet seyn. Hierinne beruhet die Hoheit undSchwierigkeit des Christenthums, daß, wenn ihr zurUnmäßigkeit göreizet werdet, ihr alsdenn den Zügelfeste haltet, daß ihr euer Fleisch verleugnet, wenn ihrallerhand Anreizungen vor euch habt, und daß ihreuren Affecten und Begierden ein Gebiß ins Maulleget, und unbändige Glieder bezähmet; wenn ihrmit andern zu thun habt, daß ihr nach dieser Zülde-

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