Erste Abcheilung. Cap. 8. 28z
Christus aus einem schonen Palaste, oder ans ei-nem angenehmen Paradiese herausrufen wollte, sowäre es kein Wunder, wenn ihr hierzu keine Lustbezeigtet, (doch Adam ließe sich ganz leicht aus demParadiese locken) so aber, ihr Männer, ist esein Gefängniß, es sind Ketten, es ist ein Kerker,und eineFinsterniß, davon er euch zu befreyen willensist, und ihr wollt euch doch nicht besreyen lassen. Ihrseyd zur Freyheit berufen, und ihr wollt dennochdieser Stimme Lein Gehör geben? Sein Joch istsanft,sein Gesey ist Freyheit.undwerin seinemDienste wandelt, ist ein Gefreyter. So wahr einGott ist, so gewiß werdet ihr auch befinden, wns ihrauch nur wider seine Wege für Vorurthcile hegenmöget, daß feineWege liebliche Wege, und alle fei-ne Steige Friede sind. Ihr werdet derselben Süs-sigkcit und unaussprechliche Freude empfinden, undein unendlich Vergnügen und Wonne an densel-ben haben. Nieine Geliebte,, ich habe keine Lust,euch zu verlassen, und kann es nicht über mein Her-ze bringen, euch anietzo verlohren zu geben. Esist andem, daß ich anietzo diesen meinen Traktatbeschließen will, zuvor aber möchte ich gern einenContrakt zwischen Christo und euch schließen! Ey,soll ich euch endlich so, wie ihr wäret, verlassen?.Habt ihr bis hieher gelesen, und seyd noch nichtentschlossen, alle eure Sünden alsbald zu verlas-sen, und mit Jesu Christo Gemeinschaft zu machen?Was soll ich leyder sagen? Was soll ich anfan-gen? Wollt ihr alle mein ungestümes Anhakenfür Nichts achten? Ist mein Lauf vergeblich ge-wesen? Habe ich mich so vieler Bewegungsgrün-
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