Druckschrift 
Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
Entstehung
Seite
243
Einzelbild herunterladen
 

Erste Abtheilung. Cap. 7. 24z

zen, von welchem ich mir eingebildet habe, daß esein gar gutes Herz sey ! Herr, wie bin ich nicht da-durch verderbt in allen meinen Gliedern, Seelen«kraften und Verrichtungen! Alles Tichten undTrachten meines Herzens ist nur böse immerdar.Ich bin zu allem Guten ungeschickt, habe mich da-von abgewendet) und bin ein Feind desselbigen, da-gegen aber finde ich Mich zu allein Bösen ganz ge-neigt. Mein Herz ist ein rechtes Cloack aller Sün-den. Ach des unzählichen Heeres und Schwarmsder sündlichen Gedanken? Worte und Werke, dieda aus demselben kommen» Ach was für einegroße Last der Schuld lieget auf meiner Seele!Mein Haupt ist voll, mein Herz ist voll von Sün-den, Mein Gemüthe und Glieder siiid voll dersel-ben! Ach meine Sünden! wie starr sehen sie michnicht unter Augen! wie zeugen sie wider Mich?Wehe mir! meine Creditores und Glaubiger ha-ben mich ergriffen. Ein iedes Gebor ergreifet michund verlanget mehr als zehen tausend Pfund vonmir; Wie unendlich ist demnach die Summameiner Schulden! wenn die ganze Welt von derErden bis zuM Himmel mit Pappier angefüllet,und solches in- und auswendig von einem Rechen-meister beschrieben wäre, so würde doch dieses al-les, wenn man alles zusammen rechnen sollte, nichtso vieles austragen, als dasjenige, so ich dem klei-nesten der göttlichen Gebote schuldig bin. Wehemir! denn meine Sünden sind unzählig Siesind über mein Haupt gewachsen, und haben dieunendliche Maiestät Gottes beleidiget. So nuttderienig^ der Verracherey wider ein gekröntesQ 2 Haupt