84 Älleins Grundlegung,
Gekeimnisse in der Lehre von der Gottseligkeit, sswohl was die Grundsätze, als auch derselben Aus-übung anbelanget, dieses aber zu vernehme» istdem Unwiedergebohrnen mehr gegeben, Matth.IZ,2. iTl'm.z, l6. Sowenig man von einem, derdie einzeln Buchstaben nicht gelernet hat, verlan-gen kann, daß er lesen soll; und so wenig von ei^nem andern, der seine Hand niemals an ein musi-kalisches Instrument geleget hat, zu vermutheustehet, daß er die Laute wohl spielen werde; ebenso wenig mag man gewartig seyn, daß ein nalür-licher Mensch, Gott einen angenehmen Dienst zuleisten geschickt und tüchtig werde erfunden werden.Er muß erst von Gott gelehret seyn. Er mußhaben beten lernen. Gott muß ihm lehren,was nützlich ist, und ihn leiten, Hos. i i, z. woer anders in die göttlichen Geheimnisse sich willfinden können. Es hat auch eine ungeheiligte See^te keine Kräfte und Vermögen die Werke Gotteszu wirken. N?ie schwach ist doch dein Her;?Es wird der Sache bald überdrüßig. Wasmacht ihm nicht der Sabbath für Verdruß? Esist schwach, ia todt in Sünden. Das Gemütheines Unwiedergebohrnen strebet nicht darnach, daßes die Werke Gottes vollbringen möge. Es willvon Gottes Wegen nichts wissen. Es weißsie nicht alleine nicht, sondern verlanget sie auchnicht zu wissen- Es lastet sich nicht sagen, undachtets nicht.
Es mangelt einer ungeheiligten Seelen inge hörigen Werkzeugen und Materialien, wemi siewas gutes wirken soll. So wenig mau den Mar-mor