8<2 Weins Grundlegung,'
wollte ich euch gerne zu frieden lassen. Da ich abereuer Verderben vor Augen sehe, wollt ihr nicht,daß ich für euch Sorge tragen soll? So wahr derHerr lebt, vor dem ich stehe, ich habe nicht die ge-ringste Hofnung, einen einzigen unter euch im Him-mel zu erblicken, daftrne ihr euch nicht bekehren,,wollt. Ich zweifele ganzlich an eurer Seligkeit,wo ihr euch wegert, euch von ganzem Herzen um-zukehren, und eure Seele in Heiligkeit und Er-neuerung eures Lebens Gott zu widmen, euch nichtwollet überreden lassen. Hat der Heiland gesa-get : Es sey denn, daß ienmnd von nenem ge-bohren werde, kann er das Reich Gottes nichtsehen, und ihr wollt euch dennoch wundern, war-um die Prediger, euch von neuem zu gebühren, sotreulich und redlich bemühet sind? Sehet diesesnicht als etwas Fremdes an, daß ich euch so in-brünnstig ersuche, der Heiligung nachzustreben, unddaß ich ein so herzliches Verlangen trage das Eben,bild Gottes an euch zu erblicken. Es ist, nochniemals iemand durch einen andern Weg in dasHimmelreich eingegangen, und wird auch künftig"keiner durch einen andern dahin gelangen, als durchdiesen. Die Bekehrung, deren Natur und We-sen wir allbereits gezeiget haben, ist nicht gleich ei-ner großen Statur und Leibeslänge nur etlichergleichsam hochgewachsenen Christen, sondern eineiede Seele, die selig wird, ist einer solchen gänzli-chen Veränderung unterworfen. Jener edle Rö-mer, als er, bey entstandener Hungersnot!), nacheiner gewissen Stadt, Gettaide in aller Eile zu schif-fen willens war; die Matrosen aber, weil das
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