Erste' Abtheilung. Cap. z. 75
Er schätzet die Befehle Christi für seine Frenheit,Ps. i i9,Z2.4s. Jac. 1,25. Er opfert Gottwilligltch im heiligen Schmuck, Ps. 1 iO, z. Erhat dieses Kennzeichen, welches sich von ihm nichttrennen lassen will, auszuweisen, daß er nämlichviel lieber, (wenn ihm die Wahl sollte frey gelas-sen werden) ein gewissenhaftes und heiliges Lebenführen will, als daß er dasselbe in lauter Glückund W^'klftande in dieser Welt zubringen soll.Als Sau! hin gen Gibea ging, ging mit ihmdes Heers ein Theil, welcher Herz Gott rühirete, > Sam. lv, 26. Wenn Gott das Herz sei-ner Mserwahlten rühret, folgen sie Christo als-bald nach, Matth.4,22. Und ob er sie gleich zusich ziehet, so lausen sie doch ohne Zwang, Hohel.Sal. 4, 4. Sie bieten sich freywillig an zumDienst des Herrn, und suchen ihn von ganzemWillen, 2 Chivn. 15,, 5. Die Furcht har zwarauch ihren Nahen; allein, diese ist nicht die rechteQuelle daraus die Regungen eines geheiligten Her-zens zu entstehen pflegen. Christus will seine Un-terthanen nicht mic Gewalt in Himmel haben, son-dern er ist ein Röm'g über ein Volk, das ihmrvilliglich dienet, Pj^ i io, z. Geheiligte See-len sind durch die Gnade Gottes frey und unge-zwungen entschlossen, ihm zu dienen, nicht etwawie arme Sclaven ihrem Herrn dienen, sondernaus Liebe und getreuem Herzen, wie ein Sohn sei-nen Vater, oder wie eine Braut ihren Bräutigamzu verehren pfleget. Mit einem Worte: die Be-fehle Christi sind der Bekehrten Liebe, Verlan-gen, Lust und beständige Betrachtung.,