Erste Abtheilung. Cap.?. 65
mein Schuy. Vey Gott ist mein Heil, meineEhre, der Felß memer Stärke, meine Zuver-sicht ist auf Gott, Ps. 62,1. u. f. Ps. 18, 1. 2.
Wollet ihr nun wissen, ob ihr recht bekehret seyd,vder nicht ? So lasset eure Seelen, und was in euchIst, hierauf wohl Achtung geben. Suchest du dei-ne Glückseligkeit in Gott? woran vergnügt sichdein Herz? was kann dich am meisten erfreucn?Hebe mit Abraham deine Angel» auf gegenMorgen, Abend, Mitternacht und Mittag,und überlege, was du dir wohl im Himmel oderauf Erden wünschen möchtest» das dich erfreuenund glücklich machen könne. Wenn dir Gott dieMacht, wie dem Salomon, überlassen, oder zu dirsagen sollte wie Ahasverus M Esther: Was istdir, und was forderst du? auch die Hälfte desKönigreichs soll dir gegeben werden. Lieber,was wolltest du wohl fördern? Gehe in die Lust«gärten, pflücke allda alle wohlriechende Blumen ab,und erwäge, ob dich diese wohl vergnügen können.Begib dich zu deinen Geldkasten und Mammon,und denke, ob du erst gerne recht einsammlen möch-test, ehe du aus dieser Welt scheiden mußt. Ver-füge dich zu denen Ehrensaulen, und sage mir,vb du gern «in berühmter Mann seyn, und einenNamen, gleich dem Namen eines Großen in derWelt, haben möchtest? Sollte dich eines von die-sen vergnügen, und würdest du dich wohl in dem-selben glücklich preisen? Wenn dieses ist, so bistdu ganz gewiß noch fleischlich gesinnet, und deinHerz ist noch nicht bekehrt! findet sich aber das Ge-gentheil, so gehe weiter. Erwäge die vortrefl-chenThätiges Christknch. E Eigen»