8O Meins Grundlegung,
de, darin ihr euch befindet, sothane Gnade nichtbesser beherziget, nicht an sie gedenket, sie nicht ver- -ehret, bewundern und rühmen wollet! Man solltemeynen, ihr würdet Gott, so viel euch nur möglich,rühmen und preisen. Wie gehet es doch zu, daßihr seine Gnade so aus den Augen setzet, und anDieselbe so we ig gedenket: was sollte wol Gottbewegen und reizen können, uns zu lieben, als seineGnade? vermag etwa dieses die Feindschaft, sowir von Natur wider ihn haben, oder unsereSchönheit und Vortreflichkeit^Wle inbrünstig he-bet nicht Petrus seine Hände auf: Gclowt seyGott und der Vater unsers Herrn Jesu Chri-sti, der uns nach ftiner großen Barmherzig-keit wiedergeboren hat, r Petr. l ,z. Wie kerz-lich preiset nicht Paulus in dieser Absicht die Gna-de Gottes, wenn er spricht: Gott, der da reichist von Barmherzigkeit; durch seine große Lie-be, damit er uns geliebet hat, da wtr todt wa-ren in Sünden, hat er uns samt Christo le-bendig gemacht, denn aus Gnaden seyd »heselig worden, Eph.2,l4.
§. i?.
Die bewegende äußerliche Ursache, daGott gleichsam von außen gereizet wird, denSünder zu bekehren, ist das vollgültige Ver-dienst und die kräftige Fürbitte unsers theure-sten Heilandes. Er hat Gaben empfangenfür die Abtrünnigen Ps. 68,19. Gott schafcin uns, was vor ihm gefällig ist durch Je-sum Christ. Ebr»lZ,si. durch ihn sind wir
ge-