> Erste Abtheilung. Cap. z. 29
Eph. 1,4. Gott findet nichts in dem Menschen,das sein Herz in Liebe entzünden, vieles aber, soihm gleichsam einen Ekel und Abscheu erweckenkann. Betrachte dich nur selbst, mein Christ.Nimm deine unflätige Lumpen hinweg, und siehe,wie du da liegest in deinem Blute, Ezech. 16, 16.Ach erwäge doch deine viehischen Begierden, dieunflätigen Trabern, daran du dich ergötzest, und,, wie du dich,gleich einerSau, im Kothe herumzu-wältzen pflegest, aPe.r. 2, 22. Empfindest du, nicht selbst einen Abscheu vor dergleichen Dingen?Eröfne ein übertünchtes Grab, welches von aus^sen hübsch scheinet, inwendig aber voller Tod-tenbcine undallesUnflathsist, und saac mir,derdu solchen ziemlich gleich kömmst, erstickest du nichtbey nahe vor dem heßlichen Gestank, Match. 2.?,27. Wirf deine Augen auf dein in Grund ver-derbtes Herz, betrachte deinen nichtigen Maden-sack, und dessen immerzu kränkliche Gliedmaßen.O ein unerträglicher Greuel, wo du anders eigeneFaulung empfindest. Bespiegle dein bleich undblasses Gesichte, merke auf die Menge deiner bö-sen Lüste, deine Unflätereyen und Verderbnisse.Entsetzen sich nicht deine eigene Kleider vor dir,Und stehen dir übel an, Hiob 9, z i. Wie soll-te dich nun der, der die Heiligkeit und Reinigkeitselber ist, lieben? Möchte sich doch der Himmeldavor entseyen und sehr erbebe,,, Jer. 2,12.Hier muß man nur ausrufen, Gnade! Gnade!Zach. 4, 7. Höret dieses, und werdet schamroth,ihr Kinder des Höchsten. O du undankbares Ge-schlechte! Ach! daß ihr in einem so elenden Zustan-de,