Erste Abtheilung. Cap. i. 5
glücklich würdet ihr mich machen, wenn ihr mirge-horchen, und euch zu Jesu Christo bringen lassenwolltet. Ach Herr! Ich bin viel zu schwach zu die-sem Werk. Ich habe schon manche Jahre mich be-mühet, dir eine Jungfrau zuzuführen, sie hat aber> nicht mit mir gehen wollen. Mein Jesu, was hastdu doch für ein Amt auf meine Schultern geleget?wie kann ich die Schuppen des Leviathans durch-siechen ? wie soll ick das Herze weich und fühlendmachen, welches härter als ein Stein.ist, ia sofeste, wie ein Stück vom untersten Mühlstein,Hiob 4-l, 15. Soll ich mich an ein Grab verfü-gen, allda rufen und stehen, wenn der Todte mirantworten, und auferstehen werde? Soll ich eineRede an die Felsen halten, die Berge anschreyen,und hoffen, daß sie sich durch Gründe bewegen, undversetzen lassen ? Soll ich den Blinden dasGesich-te.geben ? So lange die Welt gestanden, ist es eineunerhörte Sache, daß ein bloßer Mensch die Au-gen eines Vlindgebohrnen geösnet habe, Joh.9, i. u. s. f. Alleine, du, Herr, kannst die Schup-pen durchstoßen, und das Herz eines Sünders zer-knirschen. Ich vermag nichts, als blindlings zuschießen, und den Bogen aufs Gerathewohl zu span-nen ; du aber machest, daß der Pfeil zwisHmdem Panzer undHengcl fahret, i.Kön. 22,34.Du kannst die Sünde todten, den Sünder aberbeym Leben erhalten, der da seine Augen auf gegen-wärtige Arbeit wenden will.
§. 2»
Nun muß ich mich zu denem'enigen wenden,an welche ich gesendet bin; wiewohl ich fast nicht
A z weiß,